Smoothies und frisch gepresste Säfte genießen einen sehr guten Ruf, sollen sie doch äußerst gesund sein. Doch eine aktuelle Studie hat genau das Gegenteil ergeben. An der Bostoner „Harvard School of Health“ wurde über 24 Jahre die Ernährung von mehr als 190.000 Studienteilnehmern verfolgt. Dafür arbeitete die Schule mit internationalen Forschern und Wissenschaftlern zusammen.

 

Die Grunderkenntnisse der Studie

 

Die Grunderkenntnis der Studie war folgende: Wer drei Mal pro Woche ein Schälchen Heidelbeeren isst, kann das Risiko, an Diabetes zu erkranken, senken. Wer die gleiche Menge Heidelbeeren als Saft verzehrt, erhöht das Risiko dagegen.

 

Dieser Effekt gilt aber nicht nur für Heidelbeeren, sondern auch für Trauben, Birnen und Äpfel. Als frisches Obst verzehrt, haben sie alle positive Auswirkungen auf den Insulinhaushalt. Wer das Obst jedoch auspresst und zu Saft verarbeitet, der erhöht sein Risiko, an Diabetes zu erkranken. Grund dafür: Beim Auspressen bleiben Wasser, ein winziges bisschen Geschmack und Fruchtzucker übrig. Vitamine und Co. gehen dagegen weitestgehend verloren.

 

Gekauft oder selbst gemacht?

 

Dabei spielt es den Forschern zufolge keine Rolle, ob die Smoothies gekauft werden oder die frischen Früchte selbst gepresst werden. Die wichtigen Nährstoffe gehen in beiden Fällen größtenteils verloren.

 

Die wertvollen Vitamine, die diesen und vielen anderen Früchten innewohnen, sind zum größten Teil in und unter der Schale zu finden. Wird das Obst gepresst, werden die Strukturen der Früchte zerstört und damit auch die gesunden Inhaltsstoffe.

 

Wo liegt die Gefahr konkret?

 

Doch nicht nur, dass die Inhaltsstoffe verloren gehen, so nimmt der Körper die Flüssigkeit sehr gut und schnell auf. Dementsprechend schnell gelangt der Zucker in den Blutkreislauf und den Darm. So wird ein schnell erhöhter Blutzuckerspiegel erreicht, der die vermehrte Insulinausschüttung begünstigt. Und genau darin liegt das erhöhte Risiko für Diabetes und Übergewicht.

 

Wer das Obst dagegen frisch verzehrt, es kaut und langsam verdaut, geht dieser Gefahr aus dem Weg. Blutzucker- und Insulinspiegel steigen dann eben nicht sprunghaft an.

 

Passieren ist möglich

 

Einzig das Passieren von Obst sei eine mögliche Alternative, weil hier doch zumindest einige Vitamine und Ballaststoffe aus den frischen Früchtchen erhalten bleiben. Allerdings muss man sich bewusst machen, dass Smoothies, egal, in welcher Form, nicht satt machen. Das Volumen des Obstes wird verringert und dadurch kann es den Magen nicht so gut füllen, wie echtes Obst am Stück.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 25. Dezember 2013 um 07:19 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1138 Aufrufe

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