Der Winter-Blues, fachlich als saisonal abhängige Depression (SAD) bezeichnet, schlägt langsam aber sicher wieder zu. Wenn die Tage kürzer werden, fühlen sich viele Menschen schlapp und müde, sind traurig, ja fast depressiv. Grund dafür ist das fehlende Sonnen- und Tageslicht. Es führt dazu, dass vermehrt Melatonin, ein Schlafhormon, im Körper ausgeschüttet wird. Und dieses führt zu mehr Trägheit und Co. Los geht es meist mit dem Beginn des Herbstes. Dann leiden etwa zehn Prozent der Deutschen am Winterblues. Von den Betroffenen sind 75 Prozent Frauen.

Doch der Winter-Blues muss nicht sein. Es gibt viele Mittel, die dagegen helfen. Besonders wichtig ist Licht – hierfür gibt es spezielle Lampen, die das Sonnenlicht imitieren sollen. Mobile Geräte kann man, sofern es der Geldbeutel zulässt, selbst kaufen, andernfalls empfiehlt sich die Therapie in der Praxis. Etwa 30 bis 60 Minuten täglich sollte man sich vor die Lampe setzen und Licht tanken. Moderne Lichttherapiebrillen sind heute ebenfalls erhältlich und morgens nach dem Aufstehen kann ein Lichtwecker helfen.

Für alle Fans der alternativen Medizin bieten sich pflanzliche Hilfsmittel an. Johanniskraut-Kapseln sind bekannt für ihre positiven Wirkungen bei depressiven Verstimmungen und Traurigkeit. So mancher sagt ihnen sogar nach, sie seien genauso wirksam, wie synthetisch hergestellte Antidepressiva. Ebenso wichtig ist ausreichende Bewegung. Dabei ist es egal, ob an der frischen Luft gejoggt, im Schwimmbad Bahnen gezogen oder das Workout im Fitnessstudio genutzt wird. Bewegung ist das wichtige Stichwort. Diese wird übrigens genauso mit einem mittäglichen Spaziergang geboten, anstatt das Pausenbrot vor dem Computer zu essen. So können auch gleich noch ein paar Sonnenstrahlen, zumindest aber Tageslicht getankt werden.

Gerade in der dunklen Jahreszeit zieht es viele Menschen gen Süden. Sommer, Sonne, Strand und Meer – das gibt es leider nur bei Fernreisen und diese kann sich nicht jeder leisten. Aber selbst zu Hause kann man einiges gegen den Winter-Blues tun. Ein kurzer Wellnessurlaub übers Wochenende, bei dem man sich nach Strich und Faden verwöhnen lässt, ist eine gute Möglichkeit, dem Winter-Blues zu begegnen. Auch eine Typveränderung kann über den Winter vorgenommen werden und die Laune aufbessern.

Ausreichend Schlaf ist natürlich ebenfalls wichtig. Insbesondere das Power-Napping, der maximal 20 Minuten andauernde Mittagsschlaf, kann Kraftreserven effektiv wieder auffüllen. Für die Nachtruhe gilt, dass man jeden Tag zur gleichen Uhrzeit aufstehen und möglichst früh schlafen gehen sollte. Außerdem kann es helfen, in der kalten Jahreszeit vermehrt Unternehmungen mit Freunden zu forcieren. Die machen Spaß und bringen einen auf andere Gedanken.

Außerdem spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Statt Süßigkeiten zu naschen und träge auf der Couch zu sitzen, kann jetzt eine Ernährungsumstellung sinnvoll sein. Leckere Gemüsepfannen, gegrillter Fisch und heiße Suppen sind im Winter eine Wohltat und schlagen sich nicht zwangsläufig auf die Hüften nieder. So kann die Figur über den Winter wieder optimal in Form gebracht werden. Unterstützt wird das Vorhaben durch ein oder zwei Entschlackungstage in der Woche. Hier sind nur Tees, Früchte und Gemüse erlaubt, davon aber, soviel wie man mag.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 24. Oktober 2012 um 05:47 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1669 Aufrufe

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