Bei der Eskimodiät denkt man sofort an einen Abnehmtrend, bei dem es ums Frieren geht. Doch weit gefehlt: Gemeint ist damit vielmehr eine Ernährungsform, die der der arktischen Volksgruppe der Inuit entspricht. Dabei wird viel Fisch gegessen.

Idealerweise sollte man wenigstens zwei Fischsorten im Wechsel zu sich nehmen: Zum einen die Kaltwasser-Fettfische, zu denen etwa Makrele, Lachs und Hering zählen, zum anderen die eiweißhaltigen und mageren Fische, wie Rotbarsch, Schellfisch oder Scholle. Reis, Salate, Kartoffeln und Gemüse können als Beilage gewählt werden.

Der Fisch wird aber lediglich für ein oder zwei Mahlzeiten eingesetzt, das Frühstück kann normal mit Müsli oder Vollkornbrot erfolgen. An zwei Tagen pro Woche sollte zudem auf Fisch verzichtet und ausschließlich Gemüse gegessen werden. Verboten sind während der Eskimodiät allerdings Fleisch, Geflügel, Zucker, Salz und Alkohol.

Das verspricht die Eskimodiät

Die neue Eskimodiät verspricht vor allem Vorteile für die Schilddrüse, kein Wunder, ist im Seefisch doch generell viel Jod enthalten. Das Eiweiß kann zudem den Muskelaufbau fördern und die bereits vorhandene Muskelmasse erhalten. Im Allgemeinen sagt man der Eskimodiät eine leichte Verdaulichkeit und viele Nährstoffe nach.

Die Diät soll dabei zwischen zwei und vier Wochen andauern, wobei die Kalorienzufuhr in der ersten Woche bei etwa 1.200 Kalorien liegt, ab der zweiten Woche sind täglich bis zu 2.000 Kalorien erlaubt.

Kritik an der Eskimodiät

Doch obwohl sich die Eskimodiät auf den ersten Blick gesund und abwechslungsreich anhört, gibt es auch Kritiker dieser Ernährungsform. Zum einen stehen die hohen Kosten für diese Ernährung auf dem Plan der Kritiker. Außerdem mag nicht jeder so viel Fisch essen und Ernährungsexperten kritisieren die hohe Aufnahme von Eiweiß und die zu geringe Zufuhr von Kohlenhydraten. Daher sollte die Diät auch nie über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

Insgesamt bietet die Eskimodiät auch aufgrund der vielen enthaltenen, mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren einen wichtigen Bestandteil für eine gesunde Ernährung. Sportler profitieren zudem von dem hohen Eiweißgehalt im Fisch und der Energie, die die Kohlenhydrate aus den Beilagen liefern. Auf Dauer wird aber auch die Eskimodiät sehr einseitig und geschmacklich nicht überzeugen.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 07. Mai 2018 um 09:28 Uhr in Gesund leben & ernähren | 148 Aufrufe

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