Viele Menschen, die abspecken wollen, setzen sich selbst unter Druck, kein Wunder, schaut man sich die Versprechen der zahlreichen Diäten aus den Hochglanzmagazinen an. Fünf Kilo in fünf Tagen verlieren – das ist Nonsens, wissen Ernährungsexperten. Wer solch hohe Erwartung an eine kurzzeitige Diät setzt, muss auf jeden Fall enttäuscht werden. Der Grund dafür ist einfach.

 

Die Pfunde purzeln tatsächlich, aber nur kurzzeitig. Grund ist die verringerte Nahrungszufuhr. Die hat aber zur Folge, dass wir auch weniger Salze zu uns nehmen und damit wird Flüssigkeit aus dem Gewebe gespült. Die verlorenen Pfunde basieren also nur auf ausgeschwemmtem Wasser, die Fettzellen werden nicht angegriffen. Nach der Diät steigt das Gewicht wieder rapide an.

 

Wer den Fettzellen dagegen den Kampf ansagen will, schafft das nur, indem er die Kalorienzufuhr senkt. Mit einer Senkung der Kalorienzufuhr um 1.000 Kalorien pro Tag lässt sich in einer Woche höchstens ein Kilo Fett abspecken. Und diese Kalorienreduktion ist schon sehr hoch, entspricht sie gerade mal der Hälfte der täglich benötigten Kalorien. Ernährungsexperten raten deshalb dazu, die eigenen Erwartungen herunter zu schrauben und sich stattdessen kleinere, aber dafür realistische Ziele zu setzen. Schon die Gewichtsreduktion um ein Pfund in der Woche kann als Erfolg gewertet werden, wenn es wirklich ein Pfund Fett ist, das man verliert.

 

Viele Diäten machen erst richtig dick

 

Vielfach machen die Diäten selbst sogar erst richtig dick. Gerade sehr strenge Hungerkuren sorgen zwar anfänglich für großartige Erfolge, bei denen die Pfunde nur so purzeln, doch nach einer gewissen Zeit stagniert das Gewicht, teilweise schießt es sogar wieder nach oben. Der einfache Grund dafür ist die Anpassungsfähigkeit des Körpers. Er kann sich nämlich sehr schnell an das „Leben auf Sparflamme“ anpassen. Dadurch wird weniger Energie als vorher verbrannt und die Gewichtsabnahme verzögert sich oder stoppt gänzlich.

 

Die Motivation zur Diät geht verloren, weil sich das Gefühl einstellt, keinen Erfolg mehr zu haben. Auch der bekannte Jojo-Effekt macht sich dann schnell bemerkbar, wenn man die Diät wieder aufgibt und zurückkehrt zum bisher gewohnten Essverhalten.

 

Experten raten deshalb dazu, auf eine langsame, aber stetige Gewichtsreduktion zu achten. Hungern sollte man bei einer Diät nicht, denn das führt genau zu den genannten Auswirkungen. Besser ist es, auf fett- und zuckerarme Speisen auszuweichen und sich insgesamt gesund zu ernähren. Hinzu kommt ein kleines Sportprogramm, wodurch der Kalorienverbrauch erhöht wird. Außerdem verhindert es, dass sich wertvolle Muskelmasse statt Fettzellen abbaut.

 

Frustessen vermeiden

 

Ein weiteres Problem in vielen Diäten ist das Frustessen. Bei steigendem Stress gibt es zwar durchaus einige Menschen, denen der Appetit sprichwörtlich vergeht, die Mehrheit jedoch bekommt bei Stress vermehrt Hunger. Nervennahrung, wie Schokolade und Co., wird dann vermehrt gegessen und die Waage schlägt ganz klar nach oben aus. Das ist auch gar nicht verwunderlich, schließlich ist das Stresshormon Cortisol bekannt dafür, den Appetit anzuregen.

 

Um hier nicht in die Diätfalle zu geraten, ist es ratsam, Stress zu vermeiden und abzubauen. Das gelingt am besten mit Bewegung. Durch Sport werden die Stresshormone im Körper abgebaut, so dass das Hungergefühl nachlässt. Außerdem wird zusätzliche Energie verbraucht, was wiederum zur Folge hat, dass das Gewicht weiter nach unten sinkt.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 21. Mai 2014 um 07:29 Uhr in Gesund leben & ernähren | 993 Aufrufe

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