Wenn die Bäume sich entlauben, Herbststürme über das Land fegen und die ersten heftigen Kälteeinbrüche den Winter ankündigen, ist die Vegetationsphase für diese Jahr vorbei. Die Natur fällt in den Winterschlaf und eigentlich ist das ein Vorgang, der unseren Körper nicht auslässt:  Ich fühle mich müde und schlaff, sehne mich nach Ruhe und würde jetzt gerne bei heißem Tee gemütlich in ungelesenen Büchern stöbern, ausruhen, öfter mal gar nichts tun.

Dem steht die Rhythmik der Arbeitswelt entgegen: In den Sommermonaten geschieht vierlerorts nicht viel oder nur mit Verzögerungen, da viele im Urlaub sind. Umso mehr geht es dann im Herbst zur Sache. Die Anforderungen werden mehr und die Arbeit verdichtet sich, Termine müssen gehalten werden, es braucht haufenweise Überstunden und mancher Freiberufler wird jetzt mit Aufträgen zugeschüttet. Die öffentlichen Hände müssen bis zum Jahreswechsel noch Geld ausgeben, das sonst verfällt, und beleben so die Wirtschaft. Es gibt plötzlich jede Menge zu tun, das Jahr setzt quasi zum Endspurt an. Aber Vorsicht: Auch wenn es nicht als “Arbeit” auffällt, so strengt der ungewohnte Mehraufwand doch an, den der Körper nun treiben muss, um die Temperaturunterschiede auszugleichen:  von der Kälte draußen rein ins geheizte Zimmer mit der jetzt viel trockeneren Luft. Der zunehmende Arbeitsstress bei erhöhter Belastung birgt das Risiko, ganz plötzlich von einer Krankheit “zur Ruhe gebracht” zu werden, wenn man nichts dafür tut,  selbst die nötigen “Inseln der Ruhe” im Meer der beschleunigten Anforderungen zu schaffen.

Also reisse ich mich jetzt los vom Monitor, lasse mir ein Bad mit entspannenden und wohlriechenden Zusätzen einlaufen: ätherische Öle (z.B. Lavendel, Melisse und Neroli) eignen sich gut. Ich mische sie mit einer Tasse Sahne, so lösen sie sich besser auf und die Haut hat auch noch was davon.  Dazu ein Ingwer-Tee aus frisch geriebenen Ingwer, der sorgt für die innere Wärme. Persönlich mag ich die Stille, doch viele lieben auf ihrer “Insel der Ruhe” sanfte Hintergrundmusik oder Naturgeräusche, Meereswellen, tibetische Mönchsgesänge oder ZEN-Gongs. Entgegen der ersten Idee, werde ich KEINE Zeitungen oder Magazine lesen, damit auch der Geist entspannen kann. In einer Stunde bin ich dann wieder frisch - sehr viel mehr jedenfalls, als würde ich “zur Entspannung” ein bisschen im Web surfen, privat mailen oder andere wenig wirklich erholsame Dinge zu tun.

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Freitag, 03. November 2006 um 13:44 Uhr in Prävention | 2769 Aufrufe

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