Geht es um die Gewichtsreduktion, gibt es viele Tipps. Einseitige Diäten sind die schlechtesten darunter. Wenn aber Dinge das Abnehmen unterstützen können, sollten diese durchaus mit einem zweiten Blick bedacht werden und zu diesen Dingen gehört ganz klar auch die Akupunktur. Die ist sogar schon als Behandlung bei Übergewicht anerkannt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat insgesamt 40 Krankheitsbilder benannt, für deren Behandlung die Akupunktur infrage kommt. Zu diesen gehört auch Adipositas, im Volksmund Übergewicht. Ausgangspunkt der Behandlung mit Akupunktur beim Abnahmen ist das Qi, also die Lebensenergie. Sie soll in Balance gebracht werden, wodurch Faktoren ausgeschaltet werden sollen, die Übergewicht fördern.

Ebenfalls geht die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) davon aus, dass Nervosität, Stress und Müdigkeit, Unausgeglichenheit und depressive Tendenzen Übergewicht begünstigen können. Natürlich sind auch Stoffwechselstörungen zu den Auslösern von Übergewicht zu zählen, ein träger Darm und andere körperliche Probleme. Die Akupunktur soll diesen entgegen wirken und dadurch beim Abnehmen helfen.

So funktioniert die Akupunktur zur Unterstützung

Mit Hilfe spezieller Nadeltechniken werden die Nadeln entlang der Meridiane in den Körper gestochen. Die Meridiane sind die Leitbahnen im menschlichen Körper. Die Nadeln sollen die Ursachen des Übergewichts bekämpfen. Damit das funktioniert, ist jedoch im Vorfeld eine genaue Analyse der Ursachen von Bedeutung, nur dann können die richtigen Meridiane mit den Nadeln behandelt werden.

Ist die Ursache etwa eine Stoffwechselstörung, so kann durch die Akupunktur der Stoffwechsel angeregt werden, ebenso wie die Fettverbrennung, was beim Abnehmen unterstützend wirkt. Auch sollen die Nadeln die emotionale Situation des Patienten stabilisieren können, wodurch etwa der übermäßige Appetit nachlässt.

Doch nicht nur die Körperakupunktur kann beim Abnehmen helfen, sondern auch die Ohrakupunktur. Sie wird in der Regel mit Dauernadeln durchgeführt, die über einen längeren Zeitraum im Ohr verbleiben. Die Körperakupunktur muss über mehrere Wochen durchgeführt werden, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen und nicht zuletzt gibt es noch die Laserakupunktur, die unterstützend beim Abnehmen wirken kann.

Akupunktur alleine reicht nicht zum Abnehmen

Die TCM geht stets von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren aus, wenn sie eine Erkrankung behandelt. Beim Abnehmen geht es deshalb nicht nur um die Akupunktur, sondern ebenso um eine typ- und bedarfsgerechte Ernährung. Wenn man etwa die „Fat Burning Acupuncture“ einsetzt, unterscheidet man in die wabbeligen, wohlgenährten und fleischigen Typen. Je nach Typ wird dann ein individueller Speiseplan erstellt, der das Abnehmen weiter unterstützen soll. Kalorien werden dabei jedoch nicht gezählt.

Ergänzend zur Ernährung arbeitet man in der TCM oft noch mit Kräutern, die meist als Tee verabreicht werden. Ziel ist es, eine entschlackende und stoffwechselanregende Wirkung mit den Kräutern zu erreichen. Auch eine harmonisierende Wirkung sagt man ihnen nach.

Generell gilt: Die Akupunktur kann die Gewichtsreduktion unterstützen. Allerdings muss auch hier eine langfristige Ernährungsumstellung erfolgen, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Die Ernährung sollte dabei immer auf den individuellen Konstitutionstyp abgestimmt werden. Ebenso wenig darf man die Bewegung außer Acht lassen, die im Rahmen der Gewichtsreduktion ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 04. August 2016 um 06:01 Uhr in Gesund leben & ernähren, TCM: Behandlungen | 348 Aufrufe

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