Ein neuer gefährlicher Trend ist die KPOP-Diät. Das Kürzel KPOP steht dabei für koreanischsprachige Popmusik. Eine Künstlerin aus dem Genre ist IU, die in ihrer Heimat sehr bekannt ist und die KPOP-Diät ebenso bekannt machte.

Die KPOP-Diät, wie IU sie selbst nennt, besteht aus drei Zutaten pro Tag: Zum Frühstück gibt es einen Apfel, zum Mittag eine Süßkartoffel und zum Abendessen einen Proteinshake. Dass eine Diät, die von einem Popsternchen angepriesen wird, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene anspricht, ist nicht neu. Doch die KPOP-Diät ist ein absolut gefährlicher Trend.

Viel zu wenig Nährstoffe in der KPOP-Diät

Natürlich sind die einzelnen Zutaten dieser Diät an sich gesund und sollten auf dem Speiseplan stehen. Allerdings reicht diese Menge an Nahrung nicht aus, um seinen Körper mit den nötigen Vitaminen und Nährstoffen zu versorgen. Hinzu kommt, dass die Ernährung auf diese Weise sehr eintönig ist.

Im Schnitt kann man von etwa 50 bis 70 Kalorien für einen Apfel, 250 Kalorien für eine Süßkartoffel und 100 bis 300 Kalorien für einen Proteinshake, abhängig von der Zubereitungsart, ausgehen. Zusammen macht das gerade einmal 400 bis 600 Kalorien pro Tag.

Dass man bei dieser Nahrungszusammensetzung binnen kürzester Zeit an Gewicht verliert, und das nicht zu knapp, dürfte Jedermann klar sein. Allerdings werden wohl in erster Linie Wasser und Muskeln für die Gewichtsreduktion verantwortlich sein. Doch wie gesund ist ein Gewichtsverlust von einem Kilogramm pro Tag, von dem IU und ihre Nachahmer berichten?

Nachhaltig kann eine so rasante Gewichtsreduktion auf keinen Fall sein, gesund ist sie erst recht nicht. Und der Körper fährt seinen Stoffwechsel nach einiger Zeit mit so wenig Nahrung deutlich herunter, wenn dann wieder normal gegessen wird, schlägt der bekannte Jojo-Effekt noch einmal so stark zu.

Finger weg von Crash-Diäten

Neben der KPOP-Diät aus Korea gibt es einen sehr ähnlichen Essensplan, der unter dem Namen Myproana-Diät angepriesen wird. Die Bewegung verherrlicht die Magersucht und hat sich eine Community aufgebaut, die nahezu an sektenartige Gebilde erinnert. Mit klar definierten Ge- und Verboten sollen die Anhänger dazu animiert werden, möglichst viel abzunehmen. Allerdings geht davon eine so starke Gefahr aus, dass die Websites für die Diät mittlerweile verboten sind.

Wer dauerhaft und gesund sein Gewicht reduzieren will, sollte die Finger von solchen Crash-Diäten lassen und seinen gesunden Menschenverstand einschalten. Eine dauerhafte, langfristig angelegte Umstellung des Lebensstils sowie ein abwechslungsreich gestalteter Speiseplan und regelmäßige Bewegung sind die bessere Alternative.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 14. Juni 2018 um 08:00 Uhr in Gesund leben & ernähren | 123 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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