Viele Menschen vertrauen auf gesunde Lebensmittel. Sie essen Margarine statt Butter, greifen beim Obst beherzt zu, das in jeder Form gesund sein soll, setzen auf Honig statt Zucker usw. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) beobachtet diesen Trend. Doch was ist dran?

 

Fakt ist: Viele Lebensmittel, die im Volksmund als sehr gesund bezeichnet werden, sind es gar nicht. Wissenschaftler haben das Ganze kritisch hinterfragt und dabei so manche Ernährungslüge ans Licht gebracht. Einige der wichtigsten dieser Ernährungslügen wollen wir im Folgenden kurz aufdecken.

 

Wie gesund ist Fruchtsaft?

 

Obst ist gesund – keine Frage. Doch das gilt nicht für jede Form des Obstes. Insbesondere beim Fruchtsaft ist Obacht geboten, denn dieser enthält konzentrierten Fruchtzucker und der ist nicht besser als handelsüblicher Haushaltszucker. Wissenschaftler fanden sogar heraus, dass der übermäßige Verzehr von Fruchtzucker zu Stoffwechselstörungen führen kann. Übergewicht kann somit noch begünstigt werden.

 

Honig als Gesundmacher?

 

Honig gilt als der Gesundmacher schlechthin. Kein Wunder, sind doch sämtliche Zusatzstoffe, die Geschmack, Farbe, Konsistenz oder Haltbarkeit verändern, darin verboten. Selbst medizinische Wirkungen sagt man dem Honig nach. So wird er bei Schnupfen, Husten und Heiserkeit eingesetzt, gilt in Milch aufgelöst als beliebtes Erkältungsmittel und soll gegen Gallen- und Leberleiden helfen. Sogar bei der Wundheilung soll Honig förderlich sein.

 

Doch von diesen positiven Eigenschaften ist vieles nicht nachzuweisen. Lediglich eine lindernde Wirkung auf Halsweh kann dem Honig bestätigt werden. Grund dafür: Der Honig kann den Speichelfluss anregen. Allerdings besteht er zu 80 Prozent aus leicht verwertbarem Zucker und der enthält jede Menge Kalorien. Auf 100 Gramm Honig entfallen so schnell 328 (!) Kalorien, für eine schlanke Linie ist der süße Honig daher kaum geeignet.

 

Margarine statt Butter?

 

Die Butter wurde lange Zeit verpönt. Der hohe Anteil tierischer Fette soll sich negativ auf den menschlichen Cholesterinspiegel auswirken und so Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Die magerere Margarine galt daher als gesunde Alternative zur Butter.

 

Fakt ist aber: Sowohl Margarine als auch Butter weisen einen Fettgehalt von gut 80 Prozent auf. Auf 100 Gramm beider Brotaufstriche entfallen gut 750 Kalorien. Selbst bei der Diätmargarine ist der Fettanteil nicht viel geringer, hier wurde lediglich auf ein Plus an ungesättigten Fettsäuren Wert gelegt. Selbst die Margarine mit pflanzlichen Sterinen, die sich besonders positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken soll, kann nicht eindeutig empfohlen werden. Vielmehr sind solche Margarine-Sorten sehr umstritten, weil sie unter Umständen Personen, die keine Probleme mit dem Cholesterinspiegel haben, mehr schaden als nützen können.

 

Gesundes Müsli

 

Ein Müsli zum Start in den Tag ist beliebt und es erscheint ja als sehr gesund. Die Zutaten für ein klassisches Basis-Müsli sind es ja auch: Haferflocken, Nüsse, Rosinen und Trockenobst. Das alles ist gesund, enthält wenig Zucker und Fett, aber umso mehr Kohlenhydrate und Ballaststoffe.

 

Doch wer sich sein eigenes morgendliches Müsli einmal genauer ansieht, stellt schnell fest, dass es nicht mehr viel mit dem eigentlichen Müsli zu tun hat. Cornflakes mit Zucker, gezuckerte Frucht-Chips, Schokoraspeln und karamellisierte Knusperstücken – das sind die typischen Bestandteile im Supermarktmüsli. Zwar steigt damit der Geschmack, doch der gesundheitliche Wert eines solchen Müslis sinkt deutlich.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 16. April 2014 um 07:24 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1117 Aufrufe

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