Üblicherweise speisen wir am Morgen, am Mittag und am Abend. Drei Mahlzeiten, die über den Tag verteilt werden, sind also die Norm in Deutschland. Ernährungsexperten empfehlen dagegen schon seit Jahren fünf Mahlzeiten am Tag, die aber kaum jemand einzuhalten vermag. Das sei alles noch zu wenig, so eine Reihe von Forschern aus London. Am Imperial College hatten sie eine Untersuchung durchgeführt und sind jetzt überzeugt, dass neun Mahlzeiten pro Tag die optimale Größenordnung wären.

Vor allem sollen durch diese neun Mahlzeiten Stoffwechseleffekte entstehen, die beim Abnehmen helfen. Blutdruck, Cholesterinspiegel und schließlich auch das Gewicht würden mit der Zeit sinken, wenn die gleiche Menge an Kalorien über viele, optimalerweise neun, Mahlzeiten pro Tag eingenommen werde. Dafür wurden Testergebnisse von mehr als 2.000 Menschen verglichen. Eine Gruppe nahm 1.800 Kilokalorien pro Tag, verteilt über sechs Mahlzeiten auf, bei der anderen gab es die gleiche Kalorienzufuhr verteilt auf neun Mahlzeiten. Weitere Zwischenmahlzeiten gab es keine.

Wie es zu dem Effekt kommt, können die Forscher allerdings nicht belegen. Sie gehen davon aus, dass kleine Zwischenmahlzeiten dazu führen, dass der Körper gesättigte Fettsäuren ablagert, die wiederum zu einem hohen Cholesterinspiegel führen. Das könnte daran liegen, dass der Körper bei Zwischenmahlzeiten durcheinander gebracht wird. Er weiß nicht, wann es die nächste reguläre Mahlzeit gibt und setzt deshalb Fett an.

Experten sind sich darüber einig, dass eine solche Ernährung wenig bringt. Die Weisheit, drei Mahlzeiten am Tag seien ideal, hat sich im 19. Jahrhundert eingebürgert. Denn drei Mahlzeiten ließen sich optimal in den Arbeitsalltag integrieren. Neun Mahlzeiten dagegen könne kaum jemand durchhalten. Vielmehr käme es auf die Zusammensetzung und die Kalorienzahl insgesamt an. Wer sich nach den Regelnd er 5 Elemente ernährt, kann eher von einer Gewichtsreduktion ausgehen, als derjenige, der vorwiegend Fast Food zu sich nimmt. Zudem seien neun Mahlzeiten mit jeweils 250 Kilokalorien kaum durchzuhalten. Das entspräche einer Mahlzeit, bestehend aus einem Joghurt und einem Apfel oder einer halben Bratwurst. Auf das Brötchen dazu müsste im letzten Fall jedoch verzichtet werden. Die Gefahr bei einer solchen Diät bestehe darin, dass zwar neun Mahlzeiten eingenommen würden, diese aber viel größer ausfallen, als angedacht. Dadurch könnte die „Diät“ eher zu Übergewicht führen, als zur Gewichtsreduktion.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 14. November 2012 um 06:36 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1594 Aufrufe

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