Eine zentrale Rolle für die Gesundheit des Menschen spielt das Vitamin D, welches normalerweise aus dem Sonnenlicht bezogen wird oder über die Nahrung zugeführt werden kann. Es gehört zu den Vitaminen, die der Körper nicht selbst bilden kann. Doch gerade in der kalten, grauen Jahreszeit sind die Sonnenstunden rar gesät, ein Vitamin-D-Mangel nicht selten.

Reichen im Sommer bereits wenige Minuten in der Sonne, um sich mit ausreichend Vitamin D zu versorgen, sieht es in den kühleren Monaten schon ganz anders aus. Im Frühling, Herbst und Winter ist ein Vitamin-D-Mangel daher sehr häufig.

Warum ist das Vitamin D so wichtig?

Das Vitamin D ist bisher noch nicht vollständig erforscht, dennoch weiß man bereits, dass es wesentlich mit an der Knochenbildung und der Zahnentwicklung beteiligt ist. Außerdem soll es den Stoffwechsel von Kalzium und Phosphat im Körper regulieren. Wer unter einem Vitamin-D-Mangel leidet, muss mit diversen Folgen rechnen.

Ältere Menschen stürzen leichter, das Risiko für Knochenbrüche wird erhöht. Auch Mobilität und Gleichgewicht können durch den Vitamin-D-Mangel eingeschränkt werden. Ein Mangel des Vitamins kann ersten Hinweisen zufolge sogar zu Diabetes mellitus Typ 2 führen. Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs könnten durch einen Mangel des Vitamins begünstigt werden. Zudem sagt man dem Vitamin nach, dass es, sofern der Körper ausreichend damit versorgt wird, das Risiko einer Multiplen Sklerose eindämmen kann. Allerdings gibt es bisher keine wissenschaftlich erbrachten Beweise für diese Zusammenhänge.

Was tun bei Vitamin-D-Mangel?

Einen Vitamin-D-Mangel kann man übrigens am einfachsten durch einen Bluttest beim Hausarzt feststellen. Eine Zufuhr mit Tropfen oder Tabletten sollte grundsätzlich nur bei Mangelerscheinungen und nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Die Zufuhr von Vitamin D lässt sich unter anderem durch die Nahrung erhöhen. Bestimmte Nahrungsmittel enthalten das Vitamin D3, wie zum Beispiel fette Fische (Hering, Lachs, Makrele, Thunfisch usw.), Eigelb und Fischöl sowie Milchprodukte. Speisepilze enthalten ebenfalls Vitamin D, wobei die Champignons, die Morcheln und Steinpilze besonders zu erwähnen sind.

Einige Pflanzenöle und Margarinen im Handel sind ebenfalls mit Vitamin D angereichert worden. Darüber hinaus finden sich Tropfen, die das Vitamin enthalten und direkt in den Mund getropft werden. Die Dosierung sollte man jedoch mit dem Arzt absprechen. Tabletten sind ebenfalls am Markt erhältlich, sollten jedoch ebenfalls nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

Besuche im Solarium sind weniger empfehlenswert, da sie zu Hautschäden führen können. Ein Problem besteht auch darin, dass viele Solarien UV-A Licht abgeben, für die Bildung von Vitamin D jedoch UV-B Licht benötigt wird. Zur Bekämpfung des Vitamin-D-Mangels kommen außerdem Tageslichtlampen infrage. Der Einsatz dieser Lampen ist jedoch umstritten. Einerseits geben sie nicht das gesamte Spektrum natürlichen Sonnenlichts wieder, andererseits sollte die Nutzung auch den üblichen Tageszeiten mit Sonnenstrahlung nachempfunden werden.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 13. Oktober 2016 um 09:33 Uhr in Gesund leben & ernähren | 273 Aufrufe

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