Dass Flohsamen vor allem der Darmgesundheit zugutekommen, ist längst bekannt. Dabei können sie noch vieles mehr und lassen sich einfach und unkompliziert anwenden. Grund für die positiven Auswirkungen der Flohsamen und der Flohsamenschalen sind vor allem die enthaltenen Ballaststoffe, da unsere moderne Ernährung nur noch wenige Ballaststoffe enthält. Wer die Flohsamenschalen regelmäßig einsetzt, kann so die Verdauung regeln und soll sogar einem Reizdarm begegnen können.

Aber auch die äußerliche Anwendung der Flohsamenschalen ist denkbar. Hier sagt man ihnen nach, dass sie bei lokalen Entzündungen helfen können, dass sie gleichermaßen sogar geschwollene Gelenke lindern sollen. Wer unter Diabetes in einer leichten Form leidet, kann durch die Anwendung der Flohsamen sogar den Blutzuckerspiegel senken. Der Flohsamen soll dafür sorgen, dass der in der Nahrung enthaltene Zucker im Darm langsamer resorbiert, zum Teil sogar gebunden wird und so nicht in den Stoffwechsel eindringen kann.

Flohsamen Anwendung ist nicht für jeden geeignet

Trotzdem gibt es auch Personen, die auf die Anwendung von Flohsamen verzichten sollten. Dies gilt für Diabetes-Patienten mit einem schwankenden und insulinpflichtigen Krankheitsbild. Der Flohsamen kann dieses bei Einnahme noch weiter verschlechtern.

Ebenfalls sollte man von der Anwendung absehen, wenn die Speiseröhre oder der Magen-Darm-Trakt bereits verengt sind. Da Flohsamenschalen sehr stark aufquellen, kann es hier zu Problemen kommen. Auch bei Medikamenteneinnahme ist Vorsicht geboten. Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Verzögerung der Darmtätigkeit sind klare Kontraindikatoren für die Anwendung von Flohsamen.

Flohsamen lassen sich auch äußerlich anwenden

Die Flohsamen und Flohsamenschalen lassen sich aber nicht nur innerlich anwenden, wie allgemein angenommen, sondern auch äußerlich. Werden sie mit etwas Wasser zu einer streichfähigen Paste vermischt, können sie auf entzündete Stellen, wie Furunkel oder Abszesse, aufgetragen werden. Das Ganze sollte mit einem Tuch locker abgedeckt werden und über mehrere Stunden einwirken dürfen. Die Flohsamen enthalten Inhaltsstoffe, die für das starke Quellvermögen verantwortlich sind, gleichzeitig aber auch Flüssigkeiten absorbieren können. So wird dem Gewebe die bakterienbelastete und entzündliche Flüssigkeit entzogen. Auch die Wärme in der Wundumgebung wird verringert. Insgesamt soll so die Heilung beschleunigt werden.

Wer unter Verstauchungen oder Verrenkungen leidet, kann die breiige Masse ebenfalls nutzen, sollte diese aber kalt anrühren. So kann die abschwellende und kühlende Wirkung noch verstärkt werden.

Die innerliche Anwendung der Flohsamen

Eine weitere Variante zur Anwendung von Flohsamen ist die innerliche Anwendung, die wohl am bekanntesten ist. Die gesunden Schleimstoffe, die enthalten sind, sorgen vor allem für die Darmgesundheit. Sie legen sich wie ein schützender Film auf die Darmschleimhaut und bewahren diese so vor reizenden und aggressiven Substanzen. Einige Behauptungen gehen auch dahin, dass die regelmäßige Einnahme von Flohsamen das Risiko von Dickdarmkrebs verringern soll. Wissenschaftliche Belege dafür fehlen aber bis dato.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 24. November 2016 um 07:01 Uhr in Weitere Empfehlungen | 426 Aufrufe

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