Nackenschmerzen sind längst keine Seltenheit mehr, sondern haben sich zur ausgewachsenen Volkskrankheit entwickelt. Etwa 40 Prozent der Deutschen leiden unter Nackenschmerzen. Dabei gibt es viele Wege, das Problem in den Griff zu bekommen. So ist Bewegung ein gutes Mittel, um gegen Nackenschmerzen vorzugehen. Gymnastik, speziell für die Wirbelsäule, Schwimmen, aber auch ausgedehnte Spaziergänge können helfen. Bei letzteren sollte allerdings auf schweres Gepäck in Form von Umhängetasche oder Rucksack verzichtet werden. Bei Arbeiten am PC ist es sinnvoll, alle zwei Stunden eine Pause einzulegen, sich dabei etwa fünf bis zehn Minuten gezielt zu bewegen.

Wichtig für einen gesunden, schmerzfreien Nacken, ist auch ein erholsamer Schlaf. Denn im Schlaf wird der Nacken optimal entlastet, muss er den Kopf nicht auf dem Körper balancieren. Allerdings kann es auch hier zu Nackenschmerzen kommen, wenn die falsche Schlafposition eingenommen wird. Ratsam können in diesen Fällen Nackenkissen oder sogar Seitenschläferkissen sein.  Bauchschläfer sollten sich auf eine andere Schlafposition einlassen, denn auf dem Bauch zu schlafen, bedeutet, Blutgefäße und Nervenstränge zu belasten.

Im Berufsleben ist es wichtig, dass man richtig sitzt. Ein guter Schreibtischstuhl, idealerweise mit Armlehnen, die die Schultermuskulatur entlasten, ist hier anzuraten. Die Hüften sollten etwas höher als die Knie liegen, ist das nicht der Fall, kann ein Keilkissen helfen. Der Monitormittelpunkt sollte etwa auf Augenhöhe, eventuell sogar noch etwas tiefer liegen. Die Füße sollten fest auf den Boden aufgestellt werden können, regelmäßige Wechsel der Sitzposition verhindern ein schnelles Verkrampfen von Nacken und Rücken. Telefonate sollten nach Möglichkeit nicht so geführt werden, dass der Hörer zwischen Schulter und Nacken geklemmt wird. Lässt sich das nicht vermeiden, ist über die Anschaffung eines Headsets nachzudenken.

Auch eine kurze Massage oder Akupressur kann helfen, den Nacken wieder zu entspannen. Am besten lässt man sich dazu beraten, so dass der Fachmann ein paar Tricks und Kniffe für die Selbstmassage zwischendurch mit an die Hand geben kann. Wer sich für die Akupressur, die aus der TCM kommt, entscheidet, kann ohne großen Aufwand seine Schmerzen lindern, vorausgesetzt, die richtigen Handgriffe sind bekannt.

Akute Beschwerden können zudem mit Wärme behandelt werden. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Bevor die Wärmeanwendung gestartet wird, sollte man sicher sein, dass die Nackenschmerzen nicht von einer Entzündung her rühren. Denn dann sind Wärmeanwendungen tabu. Ansonsten können aber Wärmepflaster, Wärmflaschen, Fangopackungen oder Rotlicht-Bestrahlung helfen, die Schmerzen zu lindern. Mitunter reicht auch eine heiße Dusche oder ein Bad. Im Winter ist ein Schal unverzichtbar, sorgt er doch dafür, dass wir die Schultern nicht hochziehen, um uns vor der Kälte zu schützen und damit den Nacken nur noch mehr belasten.

Nackenbeschwerden können genauso durch Fehlstellungen im Gebiss kommen. Bei immer wiederkehrenden Nackenschmerzen sollte deshalb auch der Zahnarzt um Rat gefragt werden. Ebenso wichtig ist es, sich nicht stressen zu lassen. Autogenes Training und andere Entspannungsübungen sollten erlernt werden. Stresssituationen können notiert und gezielt Gegenmaßnahmen entwickelt werden. Denn oftmals setzt sich Stress im Bereich Schulter und Nacken auch körperlich durch.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 10. Dezember 2012 um 06:51 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1298 Aufrufe

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