Während einer Reise nach Kambodscha begegnete ich Menschen, die große runde rötliche Flecken auf dem Rücken hatten. Eine Verletzung konnte es nicht sein, für Entzündungen waren die Male zu regelmäßig verteilt - und sie schienen bei bester Laune, waren also nicht krank! Mein Gastgeber klärte mich auf: es handelte sich um die Spuren des Schröpfens, das als Heilbehandlung in der ländlichen Bevölkerung recht verbreitet ist.

Neuerdings erlebt diese Methode auch hierzulande eine Renaissance: Schröpfköpfe in verschiedenen Größen kann man jetzt sogar bei Ebay kaufen.  In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird das Schröpfen (chinesisch: Ba Guan) immer schon praktiziert: Bereits im zweiten Jahrhundert nach Christus wurden in China Rinderhörner zum Schröpfen genutzt.  Heute sind es üblicherweise Glaskolben, die mit Unterdruck auf die Haut aufgesetzt werden.

Wie wirkt nun Schröpfen?  Ich hab’ mal gegoogelt und gelernt: Während der Schröpfbehandlung entstehen unterschiedliche Reize, die einen Heilungsprozess einleiten können.  Stoffwechselprodukte werden über die Haut ab- oder ausgeleitet, Sauerstoff kommt vermehrt ins Gewebe, Verspannungen und Schmerzen bauen sich so ab.  Eine Behandlung empfiehlt sich bei Rückenschmerzen, Schulterschmerzen, Rheuma, Migräne, Spannungskopfschmerz und Erkältungen.  Sogar depressive Verstimmungen sollen sich bessern!

Zwar bin ich nicht verstimmt, aber öfter mal verspannt, und ein Schnupfen plagt mich grade auch. Ob ich es mal wage? Es gibt übrigens auch die Sonderform der Schröpfmassage , bei der die Schröpfköpfe über die Haut bewegt werden. Vielleicht ist das ja was für zögerliche Einsteiger!


# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Dienstag, 29. August 2006 um 10:40 Uhr in TCM: Behandlungen | 3362 Aufrufe

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