Mehr als 23 Millionen Deutsche besuchen regelmäßig die Sauna und erhoffen sich dementsprechend eine verbesserte Gesundheit. Doch obwohl viele Aussagen rund um die Sauna bestehen, gibt es immer wieder Ammenmärchen, die sich hartnäckig halten, trotzdem sie schlicht und ergreifend falsch sind. Die wichtigsten Irrtümer rund um den Saunagang sollen hier und heute beseitigt  werden.

 

Vermehrtes Schwitzen: Wird der Saunabesuch nicht vertragen?

 

Eines dieser Märchen ist, dass Personen, die viel schwitzen, die Sauna nicht vertragen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wer die Sauna regelmäßig besucht, schwitzt mehr, als derjenige, der gerade damit beginnt, die Sauna für sich zu entdecken. Man hat sich somit durch die regelmäßigen Besuche das vermehrte Schwitzen regelrecht antrainiert. Und das ist ja auch das Ziel bei einem Saunabesuch. Der Mensch verfügt über mehr als zwei Millionen Schweißdrüsen. Durch das Schwitzen in der Sauna werden über diese Giftstoffe aus dem Körper ausgeschieden. Der Körper wird so von innen gereinigt.

 

Keine Sauna in der Schwangerschaft

 

Oftmals wird auch schwangeren Frauen der Besuch in der Sauna pauschal verboten. Doch das kann so nicht bestätigt werden. Die erhöhte Körpertemperatur soll angeblich dem Kind schaden. Bei einem normalen Saunagang erhöht sich die Körperkerntemperatur jedoch nur um ein Grad Celsius und das stellt weder für Mutter, noch für Kind eine Gefahr dar. In Finnland werden viele Babys sogar in der Sauna zur Welt gebracht, weil die Wärme während der Geburt entspannend ist. Allerdings wird Schwangeren angeraten, den Arzt aufzusuchen, um eventuell bestehende, individuelle Risiken abzuklären und gegebenenfalls den Saunagang zu begrenzen. Dies sollte man aber grundsätzlich tun. Sobald man sich nicht mehr wohl fühlt, sollte die Sauna verlassen werden, ob schwanger oder nicht.

 

Je heißer, umso besser?

 

Klar, Ziel der Sauna ist es, den Menschen zum Schwitzen zu bringen. Doch pauschal zu sagen, je heißer es in der Sauna ist, umso besser für die Gesundheit, ist falsch. Entscheidend ist auch hier wieder das eigene Wohlbefinden. Die finnische Sauna ist heiß und trocken und bekommt manchen Menschen besonders gut. Für andere sind dagegen eher feuchtere Bio-Saunen zu empfehlen, die ebenfalls nicht ganz so heiß sind. Als Faustregel wird zwar gesagt, dass Luftfeuchtigkeit und Temperatur zusammenaddiert den Wert 100 ergeben sollten, doch das eigene Wohlbefinden sollte stets das letzte Wort haben.

 

Wer hat’s erfunden?

 

Die alles entscheidende Frage – wer hat die Sauna eigentlich erfunden? Heute wird immer wieder behauptet, die Sauna habe ihren Ursprung in Finnland. Doch so ganz stimmt das nicht. Eine Urform der Sauna soll bereits von den Ureinwohnern Amerikas genutzt worden sein. Die alten Griechen und Römer hatten ebenfalls warme Räume, um dort ein Schwitzbad zu genießen. Allerdings ist unbestritten, dass die heute so bekannte und in Deutschland weit verbreitete Form der Sauna von den Finnen in ganz Europa bekannt gemacht wurde. Dementsprechend trägt sie auch den Namen Finnische Sauna.

 

Bloß nicht reden

 

Häufiges Vorurteil ist ebenfalls, dass man in der Sauna nicht reden dürfe. Das hängt aber stets vom Kulturkreis ab. In Finnland geht es in den Saunen sehr lebhaft zu, in Deutschland bevorzugt man die Ruhe beim Saunagang. Bei Unsicherheiten sollte man andere, erfahrene Saunagäste befragen. Für all jene, die gerne einen Plausch mit Freunden in der Sauna halten, gilt: Viele Saunen bieten spezielle Veranstaltungen und Events, bei denen es auch in der Sauna lockerer zugeht.

 

Einige weitere Vorurteile rund um die Saunen gibt es noch, diese stellen wir im nächsten Teil kurz vor.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 09. Dezember 2013 um 07:55 Uhr in Wellness: Behandlungen | 1325 Aufrufe

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