Die Satiating-Diät, zu Deutsch sättigende Diät, verspricht ein sanftes Abnehmen, ohne Kalorienzählen und Verbote. Doch was ist tatsächlich dran?

Der Grundsatz dieser Diät lautet: Erlaubt ist alles, was man sich wünscht, allerdings in Maßen statt in Massen. Idealerweise setzt sich laut der Satiating-Diät die tägliche Ernährung aus 20 bis 25 Prozent Proteinen, aus 45 bis 50 Prozent Kohlenhydraten und 30 bis 35 Prozent ungesättigten Fetten zusammen.

Vorteile der Satiating-Diät

Auf diese Weise kann man eine sehr ausgeglichene Ernährung erreichen, anstatt sich auf eine einzige Nahrungsmittelgruppe zu konzentrieren, wie es bei vielen anderen Diäten der Fall ist. Wie die einzelnen Lebensmittel gewichtet sind, darf man selbst entscheiden. Es muss nur sichergestellt sein, dass man satt davon wird und keinen Heißhunger auf Süßes entwickelt.

Eine Besonderheit bei dieser Diät ist, dass sie nicht nur über einen kurzen Zeitraum angewendet wird, sondern langfristig zum Einsatz kommen soll. Damit handelt es sich im eigentlichen Sinne nicht um eine Diät, sondern vielmehr um eine dauerhafte Ernährungsumstellung.

Auf dem Speiseplan dürfen ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Vollkornprodukte, ebenso stehen, wie Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch. Aber auch Nahrungsmittel mit ungesättigten Fettsäuren, wie Öle oder Avocado, Milchprodukte, Joghurt und Co. werden nicht verbannt.

Wie entstand die Satiating-Diät?

Auf die Idee zu dieser Diät kamen Forscher aus Kanada. Sie haben mit 69 übergewichtigen Männern ein Experiment durchgeführt. Die Probanden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, wobei die erste Gruppe sich an den Grundlagen der Satiating-Diät orientierte, während die zweite Gruppe den Proteingehalt ihrer Nahrung auf 55 bis 60 Prozent erhöhte, dafür den Kohlenhydratanteil auf zehn bis 15 Prozent verringerte.

In der ersten Gruppe standen also vor allem ballaststoff- und proteinreiche Ernährung, Obst, Gemüse und gesunde Fette auf dem Speiseplan. Diese Lebensmittel sorgten dafür, dass der Appetit gezügelt wurde. Gleichzeitig verbesserte sich bei den Probanden der Blutdruck, der Blutzuckerspiegel konnte gesenkt werden und selbst die Fettverbrennung wurde angekurbelt.

Binnen 16 Wochen haben die Probanden ihren Körperfettanteil sowie ihr Gewicht reduzieren können. Ebenso mussten sie nicht über Hunger klagen und es gelang ihnen problemlos, die Diät durchzuhalten. Bei dem Experiment brachen nur 8,6 Prozent der ersten Gruppe die neue Ernährungsform ab, in der Kontrollgruppe waren es dagegen 44,1 Prozent.

Fakt ist damit, dass man mit dem Konsum gesundheitsfördernder, sättigender Lebensmittel dauerhaft besser abnehmen kann. Damit ist die Satiating-Diät eine der wenigen Diäten, die dem Körper nicht schadet.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 24. Juni 2019 um 13:39 Uhr in Gesund leben & ernähren | 118 Aufrufe

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