Das Küchenkraut Portulak ist hierzulande noch recht unbekannt. Dabei steckt es voller wertvoller Nährstoffe, ist sehr gesund und lässt sich in der Küche besonders vielseitig einsetzen. Selbst heilende Kräfte werden Portulak nachgesagt.

Der Echte Portulak ist auch bekannt als Sommer- oder Gemüse-Portulak oder als Burzelkraut. Das Kraut dient vor allem dazu, diverse Speisen zu verfeinern. Auch eine gewisse Würzkraft steckt im Portulak. Kein Wunder, dass die Würzpflanze gerne in Indien eingesetzt wird. Da Portulak von März bis Oktober Saison hat, kann es auch langfristig in der Küche eingesetzt werden. Die Pflanzen werden zehn bis 40 Zentimeter hoch und haben buschig-saftige Blätter und fleischige Stängel. Sie wachsen sehr schnell heran, so dass die Ernte unterjährig immer wieder erfolgen kann.

Geschmack und Anbau von Portulak

Portulak kann problemlos im heimischen Garten angebaut werden. Da es sich um eine krautige Pflanze mit starkem Wuchs handelt, benötigt sie nicht nur ausreichend Platz, sondern auch einen sonnigen Standort und einen durchlässigen Boden. Die Samen können ab Mai bis in den September direkt ins Beet ausgesät werden, ein Vorziehen ist nicht nötig.

Die ersten Blätter können bereits vier bis sechs Wochen nach der Aussaat geerntet werden. Zwischen den einzelnen Samen sollten wenigstens 30 Zentimeter Platz bleiben. Erdbeeren, Kohlrabi und Rucola sind ideale Beetnachbarn.

Der frisch geerntete, junge Portulak hat einen leicht säuerlichen, erfrischenden Geschmack mit einer leicht nussig-würzigen Note. Die Blüten sind ebenso essbar, wie die Blätter. Beim Winterportulak, der auch als Postelein bekannt ist, erhält man einen deutlich milderen Geschmack. Hier können auch die Stängel auf den Tisch kommen.

Portulak in der Küche

In der Küche besticht Portulak durch seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. In einem gemischten Salat können die Blätter verwertet werden, als Gewürz verfeinert die Pflanze Quark oder Soßen und auch ein reiner Portulak-Salat ist denkbar.

Doch nicht nur geschmacklich trumpft das feine Kraut auf. Auch die Inhaltsstoffe können sich sehen lassen. So enthalten 100 Gramm Portulak ganze 21 Gramm Vitamin C. Darüber hinaus sind Vitamin K und A, Omega-3-Fettsäuren und reichlich Eisen enthalten. Gleichzeitig ist der Kaloriengehalt mit 13 Kalorien pro 100 Gramm sehr niedrig.

Einige Menschen kennen Portulak auch als Heilpflanze, der man eine entwässernde Wirkung nachsagt. Darüber hinaus soll Portulak die Nerven und Abwehrkräfte stärken und sogar Kopfschmerzen lindern können. Der hohe Vitamin-C-Gehalt kann sich zudem positiv bei Zahnfleischentzündungen und Skorbut auswirken.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 20. April 2023 um 10:19 Uhr in Gesund leben & ernähren | 195 Aufrufe

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