Die Minze gehört wohl zu den bekanntesten Kräutern und hat im Hochsommer Saison. Sie verfeinert in der Küche kalte Getränke, Salate und Desserts mit der milden Menthol-Frische. Doch auch gesundheitlich hat das Kraut, dessen Geschmack pur genossen an Zahnpasta erinnert, so einiges zu bieten.

Dabei muss zunächst zwischen den verschiedenen Minzsorten unterschieden werden. Die sind nämlich entscheidend für das Aroma. Die Erdbeerminze etwa enthält nur wenig Menthol und duftet nach Beeren. Die Erdbeerminze gehört zusammen mit Limonen-, Bananen-, Lavendel- und Ingwerminze zu den so genannten Edelminzen. Die Erdbeerminze ist auch als Cocktailminze bekannt und wird für Bowle, Limonade und als Garnitur für alkoholische Getränke sehr gerne verwendet. Um das einmalige Aroma zu erhalten, darf die Erdbeerminze allerdings nicht erhitzt werden.

Weitere Minzsorten

Die Marokkanische Minze weist leicht krause Blätter auf und kommt mit einem hohen Mentholgehalt daher. Häufig findet man die Marokkanische Minze im Mojito, im arabischen Raum wird die Marokkanische Minze genutzt, um einen intensiven Tee daraus zuzubereiten.

Die Krause Minze weist ein sehr krauses Erscheinungsbild auf, welches ihr auch zu ihrem Namen verhalf. Der scharfe und intensive Geschmack lässt sich auf den hohen Mentholgehalt zurückführen. Häufig wird die Krause Minze daher zum Kochen genutzt oder man braut einen Tee daraus. Auch die Gewinnung des ätherischen Öls erfolgt aus der Krausen Minze.

Bleibt noch die Englische Pfefferminze. Sie stellt das beliebteste und wohl auch bekannteste Minzgewächs dar. Die Blätter zeichnen sich durch ihre glatte Struktur und die roten Äderchen aus, mit denen sie durchzogen sind. Die Englische Pfefferminze wird häufig in Schokolade, Eis oder in herzhaften Gerichten verwendet.

Wie gesund ist die Minze?

Doch die Minze kann nicht nur für mehr Pepp in den Speisen sorgen, die auf den Tisch kommen. Sie überzeugt ebenso mit ihren Inhaltsstoffen, die gesundheitsförderlich wirken können. Schon die alten Römer schrieben der Pflanze so einige Wirkungen zu, vor allem im Bereich der Aphrodisiaka. Ab dem 17. Jahrhundert haben auch die Engländer die Minze für sich entdeckt. Seither gilt „Spearmint“ als klassisch englisch.

Die ätherischen Öle, die aus der Minze gewonnen werden, heißen Menthole. Sie sollen eine schmerzlindernde und krampflösende Wirkung haben. Auch beruhigend kann Menthol wirken. Deshalb setzt die Naturheilkunde es häufig bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt ein.

In den Blättern der Pflanze sind zudem viele Bitter- und Gerbstoffe enthalten, die ebenfalls die Verdauung unterstützen sollen. Allerdings sollte die Minze auch nicht in zu großen Mengen genossen werden. So können mehr als zwei bis drei Tassen Pfefferminztee am Tag die Magenschleimhäute reizen und zu weiteren Beschwerden führen.

Das ätherische Öl kann ebenfalls äußerlich angewendet werden. Muskel- und Nervenschmerzen sollen damit gelindert werden. Auch Kopf- und Nackenschmerzen, die nur leicht ausgeprägt sind, lassen sich mit dem ätherischen Öl behandeln.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 10. August 2017 um 07:26 Uhr in Gesund leben & ernähren | 62 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

, , ,


Kommentieren:

Angaben speichern?

Benachrichtigung bei Folgekommentaren.




Nächster Eintrag: Raw Food Diet – was steckt hinter dem Trend?
Vorheriger Eintrag: Diese Lebensmittel sorgen für einen sommerlich gebräunten Teint

Gesundheit

Wellness-News

Back to top