Der Volksmund kennt so manche Mär und so manche Empfehlung, die die Gesundheit oder die Beauty fördern sollen. Doch was ist dran an diesen Empfehlungen? Wir gehen der Sache auf den Grund.

Vielfach hört man, dass häufiges Spitzenschneiden das Haarwachstum beschleunigen soll. Das ist aber grundsätzlich falsch. Das Haarwachstum ist abhängig von unseren Hormonen, von den Jahreszeiten und den genetischen Bedingungen. Im Schnitt wächst das Haar täglich um drei Millimeter, bei 100.000 Haaren auf dem Kopf wachsen also täglich 30 Meter nach. Wer nun häufig die Spitzen schneidet, dessen Haare wirken aber gesünder und voller, es erscheint rein optisch so, als ob die Haare schneller wachsen würden.

Auch die Aussage, dass auftretendes Fieber sofort bekämpft werden sollte, ist nicht immer ganz richtig. Hohes Fieber ab 39 Grad kann den Körper stark belasten, hier ist ärztlicher Rat unumgänglich. Anders sieht es aber bei erhöhter Temperatur und leichtem Fieber aus. Sie stellen eine Heilreaktion des Körpers dar und sollten unterstützt werden, etwa mit Wadenwickeln. Hier sollte auf lauwarmes Wasser geachtet werden, so dass das Fieber nicht gesenkt, sondern unterstützt wird.

Auch dass das Lesen bei schummrigem Licht den Augen schaden würde, ist eine typische Volksweisheit, die aber von amerikanischen Forschern widerlegt wurde. In einer groß angelegten Studie untersuchten sie, was die Augen beim Lesen bei schlechter Beleuchtung leisten müssen und ob sie Schaden davon tragen. Das Ergebnis war eindeutig: Lesen bei geringem Licht strengt deutlich mehr an, als bei ausreichender Beleuchtung. Die Augen selbst nehmen dabei aber keinen Schaden. Sie können sich, sobald sie geschlossen werden, wieder erholen und behalten keine dauerhaften Schäden zurück. Allerdings ist es ratsam, eine Brille zu tragen, wenn diese sonst auch zum Lesen benötigt wird.

Magengeschwüre – ein heikles Thema. Sie sollen laut Volksweisheiten durch Stress entstehen. Richtig ist, dass Stress eine bereits bestehende Schädigung verschlimmern kann. Magengeschwüre entstehen aber durch eine Reizung der Magenschleimhaut, die wiederum durch die aggressive Magensäure verursacht wird. Wird also viel Magensäure produziert, kann dies zu einem Magengeschwür führen. Verantwortlich für die Bildung der Magensäure sind unter anderem der Genuss von Kaffee, Tee oder Nikotin. Meist müssen aber mehrere Faktoren zusammenspielen, damit ein Magengeschwür tatsächlich entstehen kann.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 20. Februar 2012 um 06:34 Uhr in Beauty: Grundlagen | 1968 Aufrufe

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