Die Warrior-Diät ist eine extreme Form des Intervallfastens. Sie stammt ursprünglich aus Israel und wurde von Ori Hofmekler, einem einstigen Soldaten der Sondereinsatzkräfte entwickelt. Die meisten Intervallfasten-Diäten setzten auf Intervalle zwischen zehn und 16 Stunden, in denen nichts gegessen werden darf. Anders bei der Warrior-Diät, wo lediglich in einem Zeitfenster von vier Stunden gegessen werden darf.

Damit muss man bei dieser Ernährungsweise tatsächlich jeden Tag 20 Stunden fasten. Sie orientiert sich am Lebensstil der einstigen Krieger, die die meiste Zeit des Tages kämpften, marschierten oder arbeiteten. Während der späten Abendstunden folgten dann die oft üppigen Mahlzeiten.

Warrior-Diät nicht für jeden geeignet

Allerdings ist diese extreme Form des Intervallfastens nicht für jeden geeignet. Man sollte sich gut darauf vorbereiten und auch einiges an Planung ist erforderlich. Technisch gesehen ist die Warrior-Diät einfach umzusetzen, da sie nur eine Regel kennt: Es wird lediglich in einem Zeitfenster von vier Stunden gegessen. Es gibt aber keine Vorschriften, welche Lebensmittel auf den Tisch kommen, so dass durchaus auch Junk Food und Co. erlaubt sind.

Allerdings haben industriell verarbeitete Lebensmittel und Fast Food sehr schlechte Nährstoffwerte. Zwar liefern sie dem Körper kurzfristig Energie in Form von verstecktem Zucker und einfachen Kohlenhydraten, doch machen diese Inhaltsstoffe nicht lange satt. Bei der Warrior-Diät kommt es aber gerade auf ein ausreichendes Sättigungsgefühl an, um die lange Fastenzeit zu überstehen.

Daher lautet die klare Empfehlung, möglichst frische, unverarbeitete Lebensmittel zu konsumieren. Eine große Rolle sollten dabei pflanzliche und tierische Eiweiße spielen, aber auch Ballaststoffe, gesunde Fette, Stärke, Mineralstoffe und Vitamine dürfen nicht fehlen. Nur wenn all diese Nahrungsbestandteile in dem kurzen Zeitfenster von vier Stunden in ausreichender Menge konsumiert werden, lassen sich Mangelzustände in der Zeit des Fastens vermeiden.

Es gibt aber auch ein kleines Hintertürchen zum „Schummeln“: Auch während der Fastenzeit dürfen kleinere Portionen von frischem Obst und Gemüse, Brühe, Gemüsesäfte und Co. gesnackt werden. Dennoch sollte man versuchen, während der Fastenintervalle so wenig wie möglich zu essen.

Wo liegen die Vorteile der Warrior-Diät?

In diversen Untersuchungen zum Intervallfasten zeigte sich, dass Probanden bei der Nahrungsaufnahme in nur einer Mahlzeit am Tag, statt in drei Mahlzeiten und bei gleichbleibender Kalorienzufuhr ihr Gewicht zwar nicht verringerten, aber Fett abbauten. Andererseits stieg ihr Cholesterinspiegel ebenso wie der Blutdruck.

Zudem sagt man der Diät eine entzündungslindernde Wirkung nach. Die verringerten Entzündungswerte können sich wiederum positiv auf die Hirngesundheit auswirken, wie man in Tierversuchen feststellte. Dort nahm das Alzheimerrisiko beim Fasten ab.

Für wen eignet sich die Warrior-Diät?

Die Warrior-Diät lässt sich aus diversen Gründen im Alltag nur schwer umsetzen. Daher eignet sie sich vor allem für Personen, die bereits Erfahrungen mit Intervallfasten gemacht haben. Sie müssen zudem körperlich gesund und gut in Form sein. Für den Kreislauf ist eine solch lange Fastenzeit nämlich durchaus herausfordernd.

Trotzdem gilt auch bei der Warrior-Diät: Ohne zusätzlich mit Sport und Bewegung zu agieren, werden sich die erwünschten Erfolge kaum einstellen. Kraftsport ist für die Warrior-Diät besonders gut geeignet, aber auch Radfahren und Spaziergänge eignen sich, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 01. August 2022 um 10:28 Uhr in Gesund leben & ernähren | 219 Aufrufe

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