In den USA ist die Shred-Diät derzeit der absolute Renner. Entwickelt wurde sie in New York von dem Arzt Ian K. Smith. Er verspricht, dass man mit der Shred-Diät in nur sechs Wochen ein bis zwei Kleidergrößen und gut zehn Zentimeter Umfang verlieren kann, und das ohne zu hungern. Das klingt zu schön, um wahr zu sein? Wir gehen der Sache auf den Grund.

 

Smith verspricht zudem, dass die Diät leicht einzuhalten ist und schnelle Erfolge mit sich bringt, die auch noch von Dauer sein sollen. Smiths Diät konnte sich bei vielen Amerikanern durchsetzen, was wohl ebenso auf seinen Bekanntheitsgrad zurückzuführen ist. Schließlich ist Smith nicht nur Arzt, sondern auch Bestsellerautor und wurde vom US-Präsidenten Barack Obama persönlich in den internationalen Gesundheitsrat berufen.

 

Sieben Mahlzeiten gibt es

 

Die Grundprinzipien der Shred-Diät sind dabei einfach: Es gibt vier abwechslungsreiche und kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Hinzu kommen drei kleine Snacks für zwischendurch. Die Pausen zwischen den einzelnen Mahlzeiten sind klar definiert und sollten bei drei bis vier Stunden liegen. Die Kalorienzufuhr bewegt sich dagegen zwischen 1.100 und 1.300 Kalorien.

 

Aufgrund der gleichmäßigen Nahrungszufuhr soll der Blutzuckerspiegel über den Tag verteilt konstant bleiben. Nach Ansicht von Smith ist es verboten, auch nur eine der sieben kleinen Mahlzeiten auszulassen oder bei der Kalorienzahl zu schummeln. Nur so könnten die Fettzellen abgebaut werden.

 

Smith gibt selbst zu, dass seine Shred-Diät nur dann wirkt, wenn man sich peinlich genau an den vorgegebenen Ablaufplan hält. Zusätzlich sollte die Nahrungszufuhr um ein Bewegungsprogramm ergänzt werden. Dieses sollte mindestens 45 Minuten pro Tag andauern. Dabei sollte man sich für einen Sport entscheiden, der einem auch Freude bereitet, am besten so viel Freude, dass er selbst nach Ablauf der Shred-Diät (sechs Wochen) weiter ausgeübt wird. Smith hat eigens für die Shred-Diät ein Buch herausgegeben, in dem er nicht nur Vorschläge für Mahlzeiten macht, sondern ebenso für sportliche Aktivitäten. Stets stellt er dabei Alternativen vor. Damit will er erreichen, dass sich die Abnehmwilligen nicht so stark bevormundet fühlen und weniger gestresst von der Diät sind.

 

Reichen sechs Wochen Shred-Diät überhaupt aus?

 

Smith hat dabei jeder Woche seiner Diät einen Namen gegeben. Diese reichen vom Aufbruch über die Herausforderung und Metamorphose bis hin zum Aufschwung, zur Befreiung und zum Triumph. Dabei baut jede Woche der Diät auf der vorhergehenden auf. Allerdings befürchten Skeptiker, dass die Shred-Diät mit sechs Wochen zu kurz gefasst ist. Smith betont, dass sie beliebig oft wiederholt werden kann. So kann es bei einigen Abnehmwilligen durchaus sein, dass sie die Shred-Diät häufiger durchlaufen müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

 

Fazit ist also: Die Shred-Diät kann sicher etwas bringen, wer sie aber lediglich sechs Wochen durchhält und dann weiter macht, wie bisher, darf sich nicht wundern, wenn er sein Ursprungsgewicht oder mehr zurück erlangt. Die Strenge der Diät wird von manchen Skeptikern als Bevormundung angesehen. Andere hingegen sehen gerade darin einen Vorteil, da sie klare Anweisungen erhalten, an die sie sich halten können.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 12. Mai 2014 um 08:03 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1089 Aufrufe

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