Die kalte Jahreszeit hat uns längst im Griff. Trockene Heizungsluft, eisige Außentemperaturen und Schneeregen sind keine Seltenheit und verlangen dem Körper einiges ab. So versuchen wir schnell, Haut, Haare, Nägel und Co. jetzt besonders intensiv zu pflegen. Trotzdem stellt sich der Erfolg oft nicht so ein, wie wir uns das wünschen würden. So ist die Haut trotz allem trocken, die Lippen sind spröde und die Haare stumpf. Grund dafür ist häufig eine falsche Pflege, denn rein intuitiv machen wir in der kalten Jahreszeit viel falsch. Die schlimmsten Pflegefehler haben wir zusammengetragen und zeigen, wie sich diese vermeiden lassen.

 

Warum die heiße Dusche wenig ratsam ist

 

Eine heiße, lange Dusche am Morgen und/oder Abend – das klingt verlockend angesichts eisiger Außentemperaturen. Lohnt sich das aber wirklich? Nein! Zum Einen trocknet langes Duschen die Haut aus, zum Anderen löst sich bei sehr heißem Wasser die Fettschicht der Haut, die ja gerade für deren Schutz verantwortlich ist.

 

Daher gilt: Lieber kürzer duschen (maximal 15 Minuten) und lauwarm. Bei den Pflegeprodukten sollte man im Winter auf Seife und stark schäumende Duschgels besser ganz verzichten. Günstiger ist eine milde Duschcreme.

 

Der winterliche Cleanser

 

Für die tägliche Reinigung des Gesichts verwenden wir Seife oder moderne Cleanser mit Tensiden. Dieser chemische Inhaltsstoff sorgt dafür, dass fett- und ölhaltiger Schmutz auf der Haut besser emulgieren kann. In den Sommermonaten macht das durchaus Sinn, in der kalten Jahreszeit jedoch trocknet es die Haut zusätzlich aus.

 

In diesen Tagen sind pH-neutrale Produkte besser geeignet. Diese sollten nach Möglichkeit noch rückfettend sein, um die Haut mit der nötigen Feuchtigkeit zu versorgen. Peelings sollten dagegen in den Wintermonaten gänzlich tabu sein.

 

Auch die Sonnencreme nicht vergessen

 

Sobald die Temperaturen sinken, wird die Sonnencreme weggepackt. Schließlich droht ja jetzt keine Sonnenbrand-Gefahr mehr, oder? Weit gefehlt. Auch im Winter kann die Sonne scheinen und gerade jetzt ist es wichtig, den Sonnenschutz nicht außer Acht zu lassen. Allerdings wird die Haut durch den ständigen Wind und die kühlen Temperaturen ausgetrocknet, so dass statt der Sommer-Sonnencreme ein stärker fettendes Sonnenschutzmittel gewählt werden sollte.

 

Das Gesicht ist der Sonne im Winter am stärksten ausgesetzt, daher sollte ihm besonders guter Schutz zugutekommen. Hier lohnt sich die Investition in eine Tagescreme mit UV-A und UV-B Schutz.

 

Was tun gegen spröde Lippen?

 

Eine typische Folge ausgetrockneter Winterhaut sind spröde Lippen. Sie werden rissig und trocknen aus. In der Folge greifen wir zunehmend häufiger zum Lippenbalsam. Doch der sommerliche Lippenbalsam kann jetzt ebenfalls mehr schaden als nützen. An kalten Wintertagen ist insbesondere auf die richtige Textur des Lippenbalsams zu achten. Auch die Inhaltsstoffe sollten stimmen. Lanolin ist Wollwachs und das können wir im Winter nicht gebrauchen. Ebenso sollten wir auf Lippenpflege mit Geschmack oder Parfum verzichten.

 

Auch eine Lippenpflege aus der Tube eignet sich in der kalten Jahreszeit nicht, denn sie enthält mehr Wasser, das an frostigen Tagen auf den Lippen gefrieren kann. Sinnvoller sind fettreiche und wasserarme Pflegeprodukte für die Lippen. Die bleiben nämlich nicht nur länger haften, sondern wirken auch wie ein Schutzfilm gegen die Kälte und den Wind.

 

Die richtige Creme für den Winter

 

Im Winter müssen wir mit ständigen Temperaturwechseln zurechtkommen. Drinnen heizen wir den Wohnraum auf 21 bis 23 Grad Celsius auf, betreten wir das Freie, sinken die Temperaturen auf minus fünf oder noch mehr Grad Celsius. Zudem ist die Luft in den Innenräumen, die von der Heizung aufgeheizt wurde, sehr trocken, was unsere Haut leiden lässt. Trockene, rissige und spröde Haut ist da keine Seltenheit – und das, obwohl wir uns fast im Minutentakt eincremen.

 

Schuld ist oft die falsche Pflege. So werden wasserhaltige Cremes an kalten Tagen kaum Sinn machen. Sie schaden der Haut eher. Eine fettreiche Creme mit möglichst geringem Wasseranteil ist hier klar die bessere Wahl. Eine leichte Feuchtigkeitscreme kann für die Nacht verwendet werden. Die Heizung läuft ohnehin und die Haut braucht Feuchtigkeit.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 29. Dezember 2014 um 07:50 Uhr in Beauty: Erfahrungen | 1118 Aufrufe

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