Alternative Behandlungsmöglichkeiten finden sich für viele Krankheiten. Doch was ist dran und wie können Alternativen etwa bei Diabetes helfen? In der Regel muss leider gesagt werden, dass die alternative Medizin eben keine echte Alternative zur Schulmedizin darstellt. Allerdings kann sie die klassische Therapie bei Diabetes durchaus unterstützen und ergänzen.

Ein Trampolin-Hersteller wirbt damit, dass Trampolinspringen die insulinbildenden Zellen anregen könnte. Das ist natürlich nicht bewiesen, dennoch sind sich Experten einig, dass Bewegung bei Diabetes generell gut tut.

Vielfach kommen auch pflanzliche Heilmittel auf den Plan, wenn es darum geht, die Diabetes zu bekämpfen. Hierbei gilt, dass leider noch keine ausreichenden Studien vorhanden sind, um die Wirksamkeit so genannter Heilpflanzen bei Diabetes zu untermauern. Allerdings zeigen erste Erfahrungen, dass etwa der Heilpilz Schopftintling die Empfindlichkeit gegenüber Insulin verbessern kann. Jedoch ist es wichtig, vor einer Behandlung den Arzt zu konsultieren, der sein OK zur Behandlung geben sollte. Werden Heilpilze eingenommen, sollten diese nur aus der Apotheke stammen und eine entsprechende Qualität aufweisen.

Ebenfalls soll goldgelber Leinsamen bei Diabetikern gute Wirkungen erzielen. Grund dafür ist die Vielzahl der Ballaststoffe, die er liefert. Dadurch wird die Zuckeraufnahme verzögert, außerdem macht Leinsamen satt. Die Anwendung erfolgt, indem ein guter Esslöffel Leinsamen über die Mahlzeiten gestreut wird. Wichtig ist, dass dabei ausreichend getrunken wird.

Ebenso haben sich Bittermelonen zumindest in Tierversuchen bewährt. Dort konnten sie die Insulinempfindlichkeit verbessern. Allerdings kommt es oftmals zu Wechselwirkungen zwischen Bittermelonen-Präparaten und herkömmlichen Diabetes-Medikamenten, weshalb diese ebenfalls nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden sollten.

Außerdem hat sich die traditionelle chinesische Medizin selbst bei Schulmedizinern einen Namen gemacht. Im Diabetes-Kontext kann eine Therapie mit chinesischen Heilkräutern die medikamentöse Therapie unterstützen. Insbesondere Fußprobleme und Gefühlsstörungen, die aufgrund eines Nervenschadens aufgetreten sind, können damit gelindert werden. Wichtig ist hierbei, dass die Behandlung von einem in der TCM erfahrenen Arzt durchgeführt wird.

Entspannungsübungen, wie Yoga und Autogenes Training sind ebenso sinnvoll. So kann mit Autogenem Training zwar nicht die Krankheit an sich bekämpft werden, jedoch lässt sich die Einstellung der Patienten zur Krankheit verändern. Bei Yoga-Übungen geht oft ein Wandel der eigenen Lebensweise mit diesen einher, was sich positiv auf die Erkrankung auswirken kann. Außerdem kann Yoga laut Experten bei Bluthochdruck, Rückenschmerzen und Asthma helfen. Das alles sind Erkrankungen, die oftmals mit Diabetes einhergehen.

Weiterhin hat die Kneipp-Kur einen positiven Effekt für Diabetiker. So können kalte und warme Wechselgüsse, aber auch nur kalte Güsse, das Immunsystem anregen. Das ist für Diabetiker deshalb wichtig, weil durch einen hohen Zuckerspiegel die körpereigenen Abwehrkräfte geschwächt werden. Die Anfälligkeit gegenüber Infekten ist dementsprechend höher.

Die Mittel aus der Homöopathie, die Fußreflexzonenmassage, sowie die Heilsteine, die bei Anhängern der alternativen Medizin ebenfalls beliebt sind, werden von Medizinern hingegen nicht anerkannt. Wenn überhaupt, so die Experten, entstünde hierbei ein reiner Placebo-Effekt.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 01. Oktober 2012 um 05:20 Uhr in TCM: Behandlungen | 2056 Aufrufe

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