In den letzten Jahren wurde Ahornsirup zunehmend beliebt als Ersatz für klassischen Zucker. Doch was ist dran und wie gesund ist der kanadische Sirup wirklich?

Zucker ist derzeit nicht gerade beliebt, denn allgemein bekannt ist, dass ein zu hoher Konsum Entzündungsreaktionen im Körper befeuern kann. Darüber hinaus kann er zu körperlichen Beschwerden, wie Kopfschmerzen führen und unreine Haut verursachen. Im schlimmsten Fall können aus einem zu hohen Zuckerkonsum sogar Krankheiten, wie Diabetes oder die Fettleber auftreten. Zucker-Alternativen werden daher immer beliebter. Die Klassiker sind hier Ahornsirup, Agavendicksaft, Stevia oder Honig. Doch wie gesund ist der Ahornsirup im Vergleich zum klassischen Zucker eigentlich?

Herstellung von Ahornsirup

Dafür muss man sich zunächst dessen Herstellung genauer ansehen. So wird Ahornsirup aus dem geernteten Saft des Ahornbaumes gewonnen. Zwischen Ende Februar und April muss dieser Saft gewonnen werden. In diesem Zeitraum sind die Nächte oft noch frostig, während die Sonne tagsüber den Boden bereits erwärmt, so dass die im Baum befindliche Stärke in Zucker umgewandelt werden kann.

Die Baumstämme werden für die Ernte mit Bohrlöchern versehen, in die man Zapfhähne steckt. Wenn der Saft gezapft wurde, muss die Herstellung des Sirups sehr schnell starten. Sonst würde der Saft anfangen zu gären. Die Bohrlöcher müssen jedes Jahr an der gleichen Stelle gesetzt werden und mehr als 40 Liter Saft sollte man dem Baum nicht entnehmen. Nur so kann auch im kommenden Jahr noch entsprechend geerntet werden.

Ahornsirup in unterschiedlichen Qualitätsstufen

Auch Ahornsirup wird in unterschiedlichen Qualitätsstufen angeboten. Abhängig sind diese von der Erntezeit. Der Grad AA steht für den besonders hochklassigen und hellen Sirup mit einem feinen und milden Aroma. Der Grad A ist ebenfalls hochwertig und mild im Geschmack. Bei Grad B sieht man eine dunkle Farbe und der Geschmack ist eher als kräftig zu bezeichnen. Der Ahornsirup des Grades C ist würzig und sehr kräftig im Geschmack.

Der Pflanzensaft wird durch das Kochen eingedickt, weil der Saft teilweise karamellisiert. Dadurch entsteht die feine Note im Geschmack. Ursprünglich kommt Ahornsirup aus Kanada, von wo auch heute die allermeisten Produkte stammen. Allerdings ist es in letzter Zeit aus Kostengründen Mode geworden, den Ahornsirup mit Zuckerwasser zu strecken. Daher sollte beim Kauf bereits auf Bio-Qualität Wert gelegt werden.

Inhaltsstoffe und Geschmack von Ahornsirup

Der klassische Ahornsirup hat einen angenehm süßen Geschmack, unterscheidet sich aber doch stark vom Geschmack von Honig und Co. Je dunkler die Farbe, desto kräftiger ist übrigens der Geschmack.

Auf 100 Gramm Ahornsirup kommen 60 Gramm Kohlenhydrate, die aus Saccharose und Fructose bestehen. Damit enthält auch Ahornsirup viele Zuckerstoffe. Aufgrund des hohen Zuckergehalts kann man Ahornsirup also gar nicht wirklich zu den Zuckeralternativen zählen. Trotzdem enthält er auch wichtige Nährstoffe, wie etwa das Vitamin B. Außerdem sagt man Ahornsirup eine entzündungshemmende Wirkung nach und er enthält viele Antioxidantien. Diese fangen freie Radikale im Körper ein und wirken so dem natürlichen Alterungsprozess entgegen.

Trotzdem ist der Ahornsirup aufgrund der hohen Kaloriendichte nicht viel gesünder als Zucker und sollte daher ebenfalls nur in Maßen genossen werden. Natürlich sind auch noch einige Mineralstoffe, wie Zink, Mangan oder Eisen enthalten. Doch kommen sie im Ahornsirup in so geringen Mengen vor, dass man diesen pur trinken müsste, um einen Effekt erkennen zu können.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 25. August 2022 um 05:47 Uhr in Gesund leben & ernähren | 181 Aufrufe

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