Wellness Tees sind mindestens so viel vielfältig, wie die Anwendungen, die Erholungssuchenden im Wellnesshotel geboten werden. Deshalb gibt es keine klare Definition, die besagt, dass nur Melissentee, versetzt mit Orange als Wellness Tee bezeichnet werden darf. In der Regel sind es verschiedene Kräuterauszüge, die für die Wellness Tees in allen nur erdenklichen Variationen miteinander kombiniert werden.

Dabei beginnt das Wohlbefinden schon bei der Zubereitung, denn hier werden die ätherischen Öle ausgeströmt, die über die Nase aufgenommen werden. Sie können beruhigend wirken, entzündungshemmend, anregend oder das Immunsystem stärken. Außerdem sollen für die Wirkung des Tees im menschlichen Körper auch die verwendete Menge an Tee, die Zubereitungsweise und nicht zuletzt die Ziehzeit sein. Tees, die nur drei bis fünf Minuten ziehen, sollen demzufolge munter machen, längere Ziehzeiten dagegen sollen beruhigend wirken.

Neben den exotischen Mischungen und modernen Wellness Tees kommt natürlich auch weiterhin den klassischen Teesorten eine große Bedeutung zu. Grüner Tee, Kamille, Pfefferminze – sie alle haben ihre ganz eigene Wirkung. So ist der Baldrian Tee, genau wie das Kraut selbst, bekannt dafür, beruhigend zu wirken. Bei Schlafstörungen, Angstzuständen, Nervosität, Kopfschmerzen und Herzklopfen soll er helfen.

Tee aus Johanniskraut soll unter anderem das Glückshormon Serotonin stimulieren und so bei Depressionen Linderung verschaffen können. Andere Einsatzbereiche sind Herz-Kreislauf-Beschwerden und Verdauungsprobleme. Mit Fencheltee kann der Magen beruhigt werden, er soll weiterhin den Appetit anregen, die Verdauung fördern und bei Erkältungen helfen. Auch Kamillentee wird eine positive Wirkung nachgesagt. Unter anderem soll er Entzündungen hemmen können, antibakterielle, entkrampfende und beruhigende Wirkungen aufweisen. Wichtig bei Kamillentee, so die Experten: Das Wasser darf beim Aufgießen nicht mehr kochen, sonst könnten die ätherischen Öle verloren gehen.

Die Klassiker schlechthin sind Schwarzer und Grüner Tee. Grüner Tee soll insbesondere die Konzentrationsfähigkeit unterstützen können und auch belebend wirken. Enthalten ist unter anderem Fluorid, womit man Karies und Zahnfleischentzündungen vorbeugen können soll. Wer sich dagegen für den altbewährten Hagebuttentee entscheidet, versorgt sich mit reichlich Vitamin C und kann so die Abwehrkräfte stärken. Insbesondere in der Erkältungszeit wird er empfohlen, da er dem grippalen Infekt vorbeugen können soll.

Auch Pfefferminztee kennt jeder noch aus der Kindheit. Das Menthol, das darin enthalten ist, sorgt für den einzigartigen Duft. Krämpfe sollen damit gelöst werden, Magen und Darm beruhigt, selbst gegen Mundgeruch soll der Pfefferminztee helfen. Wer sich dagegen für den Lindenblütentee entscheidet, kann damit laut Expertenmeinung gegen Schlaflosigkeit und Nervosität vorgehen. Zudem wirkt der Tee schweißtreibend. Der Schwarze Tee, für viele der einzig wahre Tee, wenngleich er heute auch mit zahlreichen Aromatisierungen angeboten wird, soll vor allem die Durchblutung anregen und den Stoffwechsel ankurbeln. Konzentration und Leistungsfähigkeit sollen gesteigert werden. Die anregende Wirkung soll jedoch vergehen, wenn der Schwarze Tee mehr als vier Minuten zieht.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 26. November 2012 um 06:14 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1547 Aufrufe

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