Nun ist es also soweit: der vorweihnachtliche Trubel hat ein Ende, die Geschenke liegen bereit, das Essen ist weitgehend vorbereitet. Jetzt kann es starten, das “Fest der Feste”, von dem so vieles erwartet wird: Harmonie, Friede, gute Stimmung, Besinnlichkeit und ein über Tage währendes liebevolles Zusammensein derer, die wir lieben.

Doch gerade die hoch gespannten Erwartungen bewirken oft das Gegenteil des Erwünschten. “Oft haben die Menschen ein idealisiertes Bild von Weihnachten und übersehen dabei, dass an Festtagen wie Weihnachten die Alltagsstrukturen aufgelöst sind?, sagt AOK-Expertin Schreiner-Kürten. Da werden Geschenke überreicht, die den Beschenkten nicht gefallen; da verbringen Menschen unterschiedlichen Alters, die sich sonst das ganze Jahr über nicht sehen, oft mehrere Tage miteinander; da wird zu üppig gegessen und zu viel Alkohol getrunken - und es darf partout keinen Streit geben, obwohl die Konflikte schon lange schwelen. Kein Wunder, wenn es dann unverhofft mal knallt und die ganze Harmonie aus den Fugen gerät!

Gibt es ein Mittel gegen solchen Weihnachtsfrust? Es ist eigentlich ganz einfach: Gehen Sie es locker an! Schrauben Sie die hohen Erwartungen wieder herunter und mobilisieren Sie ihren Humor, wenn nicht alles so läuft wie geplant.  Gut tut auch, wenn es Rückzugsmöglichkeiten und Auszeiten für alle Beteiligten gibt, dann kann sich die Psyche auch mal wieder von der vielen Kommunikation erholen.  Mit Völlegefühl im Magen leidet die Stimmung, gönnen Sie sich auch hier die nötigen Pausen und lassen Sie einfach mal eine (weniger wichtige) Mahlzeit aus.

Auch wer Weihnachten alleine verbringt, muss deshalb nicht in Depression verfallen. Die Ruhe genießen, das vergangene Jahr meditativ reflektieren, sich etwas Gutes gönnen - ich liebe diese stillen Tage ohne alle Hektik, wenn ich mal ganz “für mich sein” kann wie in diesem Jahr.

“Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht” schrieb einst der Dichter Joachim Ringelnatz. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, dass es anders kommt:  Möge Ihr Weihnachten ein Wellness-Erlebnis für die Seele werden!

Ich wünsche ein frohes Fest!

 


# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Sonntag, 24. Dezember 2006 um 14:44 Uhr in Prävention | 3173 Aufrufe

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Kommentare:

Wie wahr, wie wahr!

Durch die militante Weihnachts-zwangs-harmonie geraten wohl mehr Familien aus den Fugen als durch das Fremdgehen des Partners.

Das wäre ja alles nicht so tragisch, wenn man verstehen würde, dass nicht Jeder ein Freund von weihnachtlich-besinnlichen Familienfesten ist.

Aber wir haben’s ja hinter uns (für die nächsten 12 Monate zumindest)

Gerhard Zirkel

Gerhard Zirkel am Montag, 01. Januar 2007 um 18:38 Uhr


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