Durchfall, Bauchgrummeln und Bauchweh sind keine Seltenheit. Die Gründe sind vielfältig, wobei eine Infektion mit Bakterien oder Viren am häufigsten zu Durchfall führt. Ebenso können Stress, verdorbene Lebensmittel oder auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zu Durchfall führen.

Gerade während des Durchfalls ist es wichtig, viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Auch auf das Essen sollte nicht verzichtet werden, schließlich braucht der Körper jetzt besonders viele Vitamine und Nährstoffe. Es gibt sogar einige Lebensmittel, die unterstützend beim Kampf gegen den Durchfall wirken können. Trotzdem sollte man spätestens nach drei Tagen mit Durchfall oder bei Blut im Stuhl den Arzt aufsuchen.

Kamillentee und Zwieback – die Klassiker bei Durchfall

Zu den absoluten Klassikern bei Durchfall gehört der Kamillentee. Die Kamille gilt als altbewährtes Hausmittel bei allen Durchfallerkrankungen. Grund dafür sind ihre entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften. Durchfälle, die durch Magen-Darm-Infekte entstanden sind, werden deshalb gerne mit Kamille behandelt. Der lauwarme Tee aus der Heilpflanze ist dabei ideal geeignet, denn damit wird nicht nur die Kamille zugeführt, sondern auch Flüssigkeit, was bei Durchfall besonders wichtig ist.

Zwieback wird bei Durchfallerkrankungen ebenfalls empfohlen. Das leicht verdauliche Gebäck mit wenig Fett ist besonders gut geeignet, wenn es generell schwer fällt, Nahrung zu sich zu nehmen. Wichtige Nährstoffe liefern übrigens auch Salzkartoffeln, zudem belasten sie den Körper nicht.

Warum Obst auch bei Durchfall wichtig ist

Obst ist bei Durchfall ebenfalls ratsam. Äpfel und Birnen etwa enthalten die wasserlöslichen Ballaststoffe Pektine. Diese quellen im Darm auf und können dabei helfen, die Krankheitserreger aus dem Darm zu befördern. Sie binden die Keime an der Darmwand an sich und werden zusammen mit diesen ausgeschieden. Die Wirksamkeit lässt sich steigern, wenn der Apfel gerieben oder püriert und anschließend solange stehen gelassen wird, bis er sich bräunlich verfärbt. Für mehr Geschmack sorgt etwas Zimt, der über den Apfel gegeben wird.

Genauso gut sind Bananen geeignet, die ebenfalls reich an Pektin sind. Zusätzlich enthalten sie viel Magnesium und Kalium, wodurch sich der Verlust an Mineralstoffen durch den Durchfall reduzieren lässt. Verwendet werden sollten reife Bananen, die im Idealfall püriert sind. Unreifes Obst ist nämlich schwer verdaulich und reizt den Darm zusätzlich.

Weitere Lebensmittel bei Durchfall

Darüber hinaus empfehlen sich Haferflocken. In gekochter oder eingeweichter Form gelten sie als leicht verdaulich und schonen den ohnehin angegriffenen Darm. Gleichzeitig enthält Hafer viele Ballast- und Mineralstoffe sowie wichtige Vitamine. Haferbrei kann mit einem geriebenen Apfel oder einer pürierten Banane aufgepeppt werden und so gleich mehrfach gegen den Durchfall wirken.

Karotten können in gekochter Form ebenfalls verabreicht werden. Sie enthalten Pektine, genau wie Äpfel und Bananen. Ideal sind Karottensuppen bei Durchfall. Einerseits belastet die Suppe den Darm nicht unnötig, andererseits wirkt sie gleich dem Flüssigkeitsverlust entgegen.

Gut geeignet sind auch Gemüse- und/oder Hühnerbrühe gegen Durchfall. Wertvolle Salze und Nährstoffe sind darin enthalten und natürlich Flüssigkeit. Frisch zubereitet entsteht die Gemüsebrühe aus verschiedenen Gemüsesorten. Um den Darm zusätzlich zu entlasten, sollte das Gemüse aber auch püriert werden.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 15. März 2018 um 08:33 Uhr in Gesund leben & ernähren | 231 Aufrufe

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