Quinoa gehört längst zu den Super-Foods. Das Pseudogetreide hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Allrounder entwickelt, das nicht nur Abwechslung in den Speiseplan bringt, sondern auch noch gesund sein soll.

Fakt ist, Quinoa gilt als eine sehr gesunde Proteinquelle, die vor allem für Veganer und Vegetarier von Bedeutung ist. Das Pseudogetreide lässt sich vielseitig einsetzen, hat eine lange anhaltende sättigende Wirkung und enthält viel Eisen und Magnesium. Gleichzeitig ist der Kohlenhydratanteil vergleichsweise gering.

Was genau ist Quinoa eigentlich?

Quinoa ist keineswegs ein neues Lebensmittel, sondern wird das Korn schon seit mehr als 5.000 Jahren in den Anden kultiviert. Es trägt bei den Inka auch den Beinamen „Mutter aller Körner“. Obwohl Quinoa sich ähnlich wie andere Getreidearten zubereiten lässt, ist es kein klassisches Getreide, sondern es gehört zur selben Familie, wie Rüben, Spinat oder Mangold. In der Regel stammt Quinoa aus Peru oder Bolivien.

Vorteilhaft an dem gesunden Korn ist überdies, dass es glutenfrei ist. Somit können auch Menschen mit Glutenunverträglichkeit Quinoa genießen. Zudem enthält Quinoa alle neun Aminosäuren und zusätzlich zellschützende Antioxidantien.

Quinoa gehört zu den besonders zähen Pflanzen, die sowohl bei Hitze als auch bei Kälte gedeihen. Dennoch bevorzugt sie einen sandigen, salzigen Boden. Die ausgewachsene Pflanze ist als Ganzes genießbar, wenngleich hierzulande nur die senfkorngroßen Samen bekannt sind. Die Blätter der Pflanzen erinnern geschmacklich an Spinat oder Mangold. Die Körner der Pflanze können, obwohl es sich nicht um ein herkömmliches Getreide handelt, fein gemahlen und zu Mehl verarbeitet werden. Dieses ist sogar backfähig.

Im Handel findet man vor allem geschälte Körner. Grund dafür sind die in der Schale enthaltenen Saponine. Sie schmecken sehr bitter, sind schlecht bekömmlich und können in größeren Mengen sogar gesundheitsschädlich wirken. Aber keine Sorge: Eventuelle Reste davon werden beim Kochen mühelos entfernt.

Wie wirkt sich Quinoa auf unsere Gesundheit aus?

Quinoa kann, wenn es regelmäßig auf den Speiseplan kommt, viele positive Eigenschaften für unsere Gesundheit entfalten. So soll das Pseudogetreide unter anderem das Immunsystem stärken, beim Muskelaufbau und der Bildung neuer Zellen unterstützen und der hohe Riboflavin-Gehalt soll sogar Kopfschmerzen reduzieren.

Ein weiterer gesundheitlicher Vorteil für bestimmte Personen ist, dass Quinoa nicht nur gluten-, sondern auch laktose- und cholesterinfrei ist. Selbst für Babys und Kleinkinder ist Quinoa geeignet und soll dann sogar das Wachstum fördern. Der glykämische Index ist sehr niedrig, so dass sich das Korn ebenso für Diabetiker eignet.

Beim Abnehmen soll Quinoa unterstützend wirken und gleichzeitig einem eventuellen Eisenmangel vorbeugen. Hinzu kommt, dass das Korn gentechnisch unverändert und voller komplexer Nährstoffe ist. Der hohe Magnesiumgehalt schließt die Liste der positiven Eigenschaften von Quinoa ab.

Quinoa – Kalorienarm und lecker

Ein großer Vorteil für alle Abnehmwilligen besteht im geringen Kaloriengehalt. Eine Portion mit 180 Gramm Quinoa enthält nur 172 Kilokalorien. Der hohe Eiweißgehalt von 16,2 Gramm auf 100 Gramm sorgt zudem für eine lange anhaltendes Sättigungsgefühl.

Einziges Manko am Pseudogetreide: Der lange Reiseweg, bis es hierzulande ankommt. Damit sorgt man nicht unbedingt für mehr Klimafreundlichkeit. Es gibt jedoch erste Bestrebungen, Quinoa auch hierzulande anzubauen.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 22. Juni 2020 um 06:20 Uhr in Gesund leben & ernähren | 167 Aufrufe

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