Was die “Maske” von der einfachen Gesichtscreme unterscheidet? Das hab’ ich mich auch lange gefragt und vermutet, dass die Maske nur ein Marketing-Trick ist, um weitere teure Stöffchen in der Gesichtspflege zu platzieren. Aber nein, da war ich mal zu skeptisch: schließlich rührten und mischten sich schon unsere Großmütter Masken selber an. Es scheint tatsächlich gute Gründe für den cremigen Großeinsatz auf dem Gesicht zu geben!

In der neuen WOMAN heißt es dazu im Artikel “Schöner Auftrag!”: Masken sind Turbos: Keine andere Beauty-Maßnahme zeigt schneller Wirkung. Das liegt an den extrem hoch dosierten Wirkstoffen - und an der Schichtarbeit. Dick aufgetragen, bewirken Masken einen Wärmestau. Die Poren öffnen sich und nehmen die Pflege bestens auf. Außerdem saugt sich die Hornschicht mit Flüssigkeit voll: Die Haut erscheint aufgepolstert.”
Das erinnert mich an die Kosmetikerin, bei der ich mal ausprobierte, wie ich es finde, wenn sich jemand eineinhalb Stunden mit meinem Gesicht beschäftigt. Sie bot mir eine Gipsmaske (!) an, da deren Wärmewirkung besonders intensiv sei und so besonders viele Stoffe von der Haut aufgenommen würden. Na, zu einem solchen Hardcore-Masken-Event war ich als Einsteigerin noch nicht bereit, doch immerhin hab’ ich die Behandlung genossen, auch einfach so als Verwöhnerlebnis.

Mittlerweile kenn’ ich mich schon ein bisschen aus:  Reiningungsmasken, Peel-Off-Masken, Schlammmasken und das Naturprodukt Heilerde reinigen die Haut von Schmutz, Talg und allerlei Unreinheiten. Dann gibt es die leicht glättenden Crememasken, die vor allem Feuchtigkeit spenden, sowie die Gelmasken, die mit anregenden Stoffen wie Zitrone die Haut erfrischen (dabei kann frau auch Pech haben und es brennt mehr als dass es erfrischt!).

Ein Nebeneffekt der Masken-Anwendung ist die erzwungene Wartezeit:  Ist die Maske aufgetragen, muss sie zehn bis fünfzehn Minuten einwirken. Dabei liege ich zum Beispiel entspannt in der Badewanne und tue nichts - etwas, das mir ansonsten ziemlich schwer fällt. Es dann - der Maske zuliebe - doch zu tun, bringt nochmal ein deutliches MEHR an Entspannung. Der Kopf schaltet ab, ich versenke mich in die sinnlichen Empfindungen: alle Gedanken an das, was vorher so wichtig war und nachher getan werden muss, verschwinden.

Zweimal die Woche gönn’ ich mir so eine exzessive Verwöhnung -  und jetzt steige ich gleich in die Wanne und feiere, dass das Wochenende angefangen hat!

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Samstag, 14. Oktober 2006 um 07:49 Uhr in Beauty: Grundlagen | 3720 Aufrufe

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