Senf ist den meisten als Würzsoße zur Bratwurst bekannt. Auch in Dressings oder für Sandwiches wird Senf gerne genutzt. Dabei kann Senf noch wesentlich mehr als den Speisen nur eine würzige Note verleihen. Er steckt voller gesunder Nährstoffe.

Klassischer Tafelsenf in der typisch gelben Farbe wird aus gemahlenen Senfkörnern hergestellt, die in der Regel mit Essig, Salz und anderen Gewürzen zu einer Paste verarbeitet werden. So entstehen, abhängig von der Stärke des Mahlgrades und den Gewürzen, die noch zugefügt wurden, viele verschiedene Senfsorten. Vom süßen über den besonders scharfen bis hin zu grobkörnigem Senf reicht die Auswahl. Bei sehr scharfem Senf kann es sogar zu tränenden Augen kommen. Grund dafür sind die Senfölglykoside. Ihnen sagt man unter anderem verdauungsfördernde und appetitanregende Wirkungen nach. Der typisch scharfe Geschmack entsteht in der Regel durch den Kontakt mit Flüssigkeit.

Darüber hinaus hat Senf aber noch weitere wertvolle Inhaltsstoffe zu bieten, wie die Vitamine der B-Gruppe, Eisen, Proteine, Kalium und Kalzium, Magnesium, Phosphor und Ballaststoffe. Kein Wunder, dass man Senf seit jeher auch für die Gesundheit nutzt.

Antibakterielle Wirkung von Senf

Die bereits erwähnten Senfölglykoside etwa haben nachweislich antibakterielle, antifungale und antientzündliche Wirkungen. Studien haben sogar belegt, dass diese Scharfmacher dabei unterstützen können, das Wachstum von Krebszellen zu verlangsamen. Bei der Bekämpfung von Infektionen und Krankheitserregern hat Senf durch die antibiotischen Wirkungen ebenfalls einen hohen Nutzen.

Durch diese Eigenschaften in Verbindung mit immer mehr resistenten Keimen hat Senf auch einen guten Ruf als Alternative zu Antibiotika. Insbesondere die Behandlung von Infektionen der oberen Atemwege sowie Blasenentzündungen soll mit Senfölen unterstützt werden.

Senf fördert Verdauung und Abnehmprozesse

Darüber hinaus hat Senf einen sehr geringen Zuckeranteil von lediglich vier Gramm auf 100 Gramm und auch nur 80 Kilokalorien. Wer auf die schlanke Linie achten will, sollte also eher zu Senf statt Ketchup greifen. Zudem sorgen Eisen und Magnesium für die Herz- und Blutgesundheit. Phosphor reguliert den Säure-Basen-Haushalt und Kalzium dürfte gemeinhin als wichtiger Baustoff für unsere Knochen bekannt sein.

Zudem wirken Senföle verdauungsfördernd. Wie Bitterstoffe regt Senf die Speichelproduktion an, wodurch mehr Enzyme entstehen, die die feste Nahrung bereits im Mund zersetzen und so die Arbeit im Magen erleichtern. Im Magen wird ebenfalls mehr Magensäure gebildet und die Verdauung insgesamt wird unterstützt.

Senf bei Hautproblemen?

Darüber hinaus haben die bioaktiven Inhaltsstoffe der Senfkörner einen positiven Effekt auf unser Hautbild. In einer Tierstudie hat man herausgefunden, dass sowohl Beschwerden als auch Erscheinung einer Schuppenflechte bei regelmäßigem Verzehr von Senfkörnern zurückgegangen sind.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 21. April 2022 um 10:23 Uhr in Gesund leben & ernähren | 185 Aufrufe

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