Der Säure-Basen-Haushalt im menschlichen Körper kann durch verschiedene Einflüsse schnell gestört werden. Davon spricht man, wenn der pH-Wert im Blut unter 7,35 fällt. Je geringer dabei der pH-Wert, desto saurer ist der Körper.

Dennoch wissen nur wenige Menschen, dass sie unter einer Übersäuerung leiden. Typische Symptome sind eine andauernde Abgeschlagenheit, schlechte Haut und eine gestörte Verdauung. Doch daran haben sich die meisten im Alltag bereits gewöhnt. Generell gilt, dass es einige Anhaltspunkte gibt, an denen man eine Entsäuerung des Körpers in Angriff nehmen sollte.

Wann lohnt sich die Entsäuerung des Körpers?

So sind Muskel- und Gelenkschmerzen ein typisches Symptom der Übersäuerung. Wenn das Bindegewebe nicht mehr in der Lage ist, weitere Säuren aufzunehmen, so werden diese in Gelenken und Muskeln abgelagert, was zu Schmerzen führt.

Auch eine häufig auftretende Müdigkeit kann ein Anzeichen für eine Übersäuerung sein. Insbesondere gilt dies, wenn die Müdigkeit mit Einschlafproblemen einhergeht. Das vegetative Nervensystem ist in diesen Fällen schlicht überreizt. Ebenso kann ein schlechtes Hautbild ein Anzeichen für eine Übersäuerung sein. Die Säuren werden vom menschlichen Organismus über Blut und Haut gleichermaßen abgebaut. Bei einer Übersäuerung kann dies zur Zerstörung der Schutzschicht unserer Haut führen, wodurch Bakterien einen sehr guten Nährboden finden. Gestresste, großporige, fahle und unreine Haut ist ein klares Anzeichen für ein Problem.

Eine Übersäuerung kann sich zudem auf die Zahngesundheit auswirken. Bakterien, Pilze und Viren fühlen sich im sauren Milieu besonders wohl, wodurch es zu Karies, Mundgeruch und vielen weiteren Zahnproblemen kommen kann.

So klappt es mit der Entsäuerung

Wer jetzt festgestellt hat, dass er möglicherweise unter einer Übersäuerung leidet, kann den Körper auch wieder entsäuern. Dafür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die auch miteinander kombiniert werden können. Wichtig ist aber in jedem Fall die Ernährung. Generell gilt, dass Lebensmittel, wie Fleisch, Süßigkeiten, Weißmehl, Wurst, Quark und Käse unseren Körper sehr stark übersäuern können. Basische Lebensmittel, wie Kartoffeln, Obst, Gemüse und frische Kräuter, Samen und Keimlinge sollten deshalb vermehrt auf den Speiseplan kommen.

Sesam, Grünkohl, Rucola und Kresse gelten sogar als besonders basenbildend. Bei der Nahrungsaufnahme sollte zudem auf gründliches Kauen geachtet werden. Auch hilft langsames, bewusstes Essen dabei, die Basenbildung anzuregen und auch das Abendessen sollte besser etwas früher erfolgen. Wichtig ist zudem ausreichendes Trinken, damit die im Körper angestauten Säuren besser ausgeschwemmt werden können. Ideal geeignet sind dafür stilles Mineralwasser und Kräutertees. Alkohol, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke sowie Früchte- und Schwarztees, die als säuernd gelten, sollten soweit möglich gemieden werden.

Ebenfalls ist ausreichende Bewegung für die Entsäuerung des Körpers wichtig. Für die Gelenke und die Muskulatur ist das regelmäßige Training wichtig, wobei im Schnitt zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche durchgeführt werden sollten. Ebenso sollte mehr Zeit für die Entspannung im Alltag eingeplant werden. Yoga-Übungen oder Autogenes Training helfen dabei, vom Alltag abzuschalten. Sie können zudem zu einem verbesserten Umgang mit dem täglichen Stress führen und somit beim Säureabbau helfen.

Auch regelmäßige Wellnessanwendungen können sinnvoll sein – ob Saunabesuch oder Massage, Wellnessbad oder Aromatherapie – viele Wege führen nach Rom. Für ein basisches Wellnessbad etwa braucht es nicht viel: Lediglich 100 Gramm Natriumcarbonat, welches in das 37 Grad Celsius heiße Badewasser gegeben werden. Etwa zehn Minuten darf man in der Wanne liegen bleiben, bevor der Körper mit Bürste und Seife kräftig bearbeitet wird. Anschließend bleibt man etwa 20 bis 40 Minuten im Wasser und lässt bei Bedarf heißes Wasser nachlaufen. Am Ende wird der gesamte Körper nochmals stark eingeseift und gebürstet, dann alles abgebraust und man kann sich nach dem Abtrocknen auch wunderbar ins Bett legen.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 25. Januar 2018 um 09:30 Uhr in Gesund leben & ernähren | 313 Aufrufe

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