Die pegane Ernährung könnte einer der neuen Trends schlechthin werden. Sie vereint die vegane Ernährung und die Paleo-Ernährung, die beide derzeit sehr stark boomen. Hauptsächlich setzt sich der Speiseplan aus Gemüse zusammen, es gibt wenig Fleisch und raffinierte Kohlenhydrate sind komplett tabu.

Während den meisten Menschen klar ist, was bei einer veganen Ernährung nicht auf dem Speiseplan steht, nämlich Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Gelatine und Honig, wissen nur wenige Menschen, wie sich Peganer ernähren. Sie gehen nämlich noch einen Schritt weiter und vermeiden alle raffinierten Kohlenhydrate. Dafür darf es hin und wieder etwas Fleisch als Beilage zum Gemüse geben. So sind in der peganen Ernährung Kartoffeln, Nudeln, Reis, Milchprodukte und Hülsenfrüchte, Brot, Gluten und sämtliche Zusatzstoffe verboten.

Paleo oder vegan?

Mit dieser Zusammensetzung des Speiseplans ähnelt die pegane Ernährung durchaus dem Paleo-Prinzip. Wird dieses konsequent durchgesetzt, werden allerdings Eier, Fleisch und Fisch sehr häufig auf dem Speiseplan stehen, was eben bei der peganen Ernährung nicht der Fall ist.

Der Begriff Paleo leitet sich übrigens von dem Zeitalter des Paläolithikums ab. In diesem Zeitalter war der Anbau von Getreide noch unbekannt, weshalb dieses komplett vom Speiseplan gestrichen wird. Die steinzeitliche Ernährung, wie das Paleo-Prinzip oft auch bezeichnet wird, und damit genauso die pegane Ernährung, lassen in erster Linie pflanzliche Lebensmittel zu.

Ursprünglich stammt die Idee der Paleo-Diät übrigens von Mark Hyman, einem amerikanischen Arzt. Bei der peganen Ernährung sind Gemüse in großen Mengen, wenig Fleisch, ausschließlich Olivenöl und wenig Zucker die Grundsäulen. Die Lebensmittel sollten generell so wenig wie möglich verarbeitet sein und alle Mahlzeiten werden frisch zubereitet.

Wie sinnvoll ist die pegane Ernährung?

Generell gilt es durchaus als gute Idee, zuckerhaltige Fertignahrung und Produkte aus Weißmehl zu meiden. Sie haben einen sehr hohen glykämischen Index, so dass der Blutzucker- und Insulinspiegel im menschlichen Körper nach dem Verzehr der Speisen zügig nach oben schnellen, aber auch genauso schnell wieder abfallen. In der Folge kommt es zu Heißhungerattacken, einer Gewichtszunahme und nicht selten Diabetes-Erkrankungen.

Ernährungswissenschaftlich betrachtet, ist die pegane Ernährung, ebenso wie die Paleo-Diät aber dennoch kritisch zu betrachten. Getreide und Hülsenfrüchte komplett vom Speiseplan zu streichen, bringt wenig, denn gerade Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Co. können den menschlichen Körper mit zahlreichen essentiellen Nährstoffen versorgen. Diese fehlen den Peganern demnach vollständig.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 29. Januar 2018 um 08:15 Uhr in Gesund leben & ernähren | 403 Aufrufe

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