Ein neuer Trend im Bereich der Diäten ist die Fruchtsaftdiät. Hier nimmt man nichts anderes, als Fruchtsäfte oder Smoothies zu sich, und auch Gemüsesäfte sind erlaubt. Auf feste Nahrung wird vollständig verzichtet. Die Fruchtsaftdiät wird als Detox-Methode angesehen, das heißt, sie soll dabei helfen, Schlacken und Giftstoffe aus dem Körper abzutransportieren. Wer diese Diät durchhält, soll nicht nur mehr Energie im Alltag verspüren, sondern zusätzlich mit reiner Haut belohnt werden. Allerdings sehen Experten es völlig anders.

 

Zum Einen geben sie an, dass es keine Schlacken und Giftstoffe im Körper gibt. Alles, was der Körper nicht benötigt, wird über Niere und Leber ausgeschieden. Damit handelt es sich bei den Schlacken um einen Ernährungsmythos.

 

Hunger oder gesunde Gewichtsreduktion?

 

Trotzdem soll die Fruchtsaftdiät beim Abnehmen helfen. Das ist auch nicht verwunderlich, schließlich werden dem Körper dabei nur 1.000 bis 1.200 Kalorien pro Trag zugeführt. Das ist weit weniger, als der tägliche Bedarf eines Erwachsenen. Die Pfunde purzeln also zunächst, doch dieser Effekt hält nicht lange an. Zwar verlieren Personen, die die Fruchtsaftdiät durchhalten weiter an Gewicht, allerdings nicht an Fett. Stattdessen werden Wasser und Muskeln abgebaut. Und gerade die Muskeln sind wichtig, um Fett zu verbrennen.

 

Anschließend folgt in aller Regel der bekannte Jojo-Effekt, so dass die verlorenen Kilos ganz schnell gemeinsam mit ein paar zusätzlichen Kilos wieder auf den Hüften landen. Ein Problem der Fruchtsaftdiät ist auch die einseitige Ernährung. Sättigende Ballaststoffe, Eiweiße, Mineralstoffe und Vitamine werden dem Körper nicht in ausreichender Menge zugeführt. Dadurch schädigt man die Gesundheit und zeitgleich muss man die ganze Zeit hungern.

 

Weitere Gefahren, die bei einer Fruchtsaftdiät auftreten können

 

Wer sich trotzdem für die Fruchtsaftdiät entscheiden möchte, sollte auch um die weiteren Gefahren wissen. Das kurzzeitige Magenknurren ist dabei noch das geringste Problem. The American Journal of Medicine berichtete zum Beispiel über einen Patienten, der die Fruchtsaftdiät sechs Wochen lang durchgeführt hatte und mit Nierenversagen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

 

Grund war in diesem Fall die Oxalsäure, die in erhöhter Dosis aufgenommen wurde. Die darin enthaltenen Salze, die in vielen Gemüse- und Obstsorten, wie Roter Bete, Spinat, Rhabarber und Co. vorkommen, bilden in der Niere kleine Kristalle. Diese wiederum können sich zu Nierensteinen ausbilden und so zu einem Nierenversagen führen.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 04. November 2013 um 07:12 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1476 Aufrufe

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