Schon ab einem Alter von 25 Jahren beginnt die Haut zu altern. Und spätestens zehn Jahre später wird der Alterungsprozess auch sichtbar. Dabei kann man durchaus einiges gegen die Hautalterung tun. Regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und Lebensweise und nicht zuletzt die richtige Pflege sind dabei entscheidend. Dennoch halten sich einige Mythen rund ums Anti-Aging. Welche davon wahr und welche falsch sind, wollen wir hier zeigen.

 

Anti-Aging Cremes verwenden?

 

Die meisten Frauen setzen ab einem bestimmten Alter auf Anti-Aging-Cremes. Doch können diese tatsächlich gegen die Faltenbildung helfen? Leider muss die Frage verneint werden, allerdings mit Einschränkungen. Wer schon früh mit der intensiven Pflege beginnt, darf sich über ein länger erhaltenes jugendliches Aussehen freuen. Spezielle Cremes können zudem die ersten Zeichen der Hautalterung verzögern und abmildern. Aufhalten lässt sich der Prozess allerdings nicht, hier würden nur Schönheits-OPs, wie die Faltenunterspritzung, längerfristig Wirkung zeigen.

 

Dennoch sollte man pflegen, dabei aber auch auf die Inhaltsstoffe achten. Bei langen Sonnenbädern ohne UV-Schutz wird die Haut angegriffen. Es bilden sich freie Radikale, die zur Faltenbildung führen können. Deshalb sollte in Pflegecremes auch stets ein UV-Schutz enthalten sein. Weitere sinnvolle Inhaltsstoffe sind Antioxidantien, zu denen die Vitamine C und E gehören, aber genauso Q10 und Retinol. Außerdem sollten wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, wie Kupfer, Magnesium oder Zink enthalten sein. Peptide können den Kollagen-Stoffwechsel anregen und Hyaluronsäure hält die Haut ausreichend feucht, weshalb auch diese in der Anti-Aging-Creme zu empfehlen sind.

 

Die Anti-Aging-Creme sollte bereits ab Mitte 30 verwendet werden. Die Haut beginnt zwar schon ab Mitte 20 zu altern, allerding sollte hier noch nicht die reichhaltigste Creme verwendet werden. Hier reicht es aus, Cremes mit guten Feuchtigkeitsspendern, wie Aloe Vera oder Hyaluronsäure zu verwenden. Auf einen Lichtschutzfaktor von wenigstens 15 sollte jetzt ebenfalls schon geachtet werden.

 

Vorsicht ist auch geboten, wenn man zu Hautunreinheiten neigt. Diese können durch Kosmetika, durch Allergien oder hormonelle Störungen entstehen. Eine herkömmliche Anti-Aging-Creme kann dann zu reichhaltig sein. Es gibt aber spezielle Produkte für unreine Haut, die angewendet werden können. Sie regulieren entzündliche Prozesse, verringern den Talgfluss und können dem Teint ein matteres Aussehen verleihen. Hier lohnt es sich, die Beratung des Hausarztes in Anspruch zu nehmen.

 

Auch die Gene können das Altern begünstigen

 

Obwohl die wenigsten Menschen es wahrhaben wollen, es gibt Faktoren, die den Alterungsprozess beeinflussen, aber vom Menschen nicht beeinflusst werden können. Und dazu gehört das Erbgut des Menschen. Die Gene sind zu einem Viertel dafür verantwortlich, wie schnell und stark wir altern. Das klingt erst einmal erschreckend. Doch der Umkehrschluss beweist das Gegenteil: Drei Viertel der Ursachen für die Hautalterung können wir beeinflussen, so etwa mit ausreichender Bewegung, einer gesunden Ernährung und genügend Schlaf. Auch der Verzicht auf Nikotin und eine dosierte UV-Bestrahlung sind dabei anzuraten.

 

Braucht man wirklich Nacht- und Augencremes?

 

Ab dem Alter von etwa 30 Jahren empfiehlt es sich, eine Kombination aus Tages- und Nachtcreme zu verwenden, da die Haut dann anspruchsvoller wird. Bei der Tagescreme sollte auf einen UV-Schutz und den Schutz vor weiteren Umweltbelastungen geachtet werden. Dadurch wird die Haut dabei unterstützt, freie Radikale abzuwehren. Im Schlaf dagegen laufen natürliche Reparaturmechanismen im Körper ab. Dabei wird die Zellteilung angekurbelt. Mit einer entsprechenden Nachtcreme können diese Körperfunktionen optimal unterstützt werden.

 

Da die Haut rund um die Augen sehr empfindlich und extrem dünn ist (etwa ein Drittel der übrigen Gesichtshaut), altert sie als erstes. Eine spezielle Augencreme ist daher sinnvoll. Sie sollte die Augenpartie mit Feuchtigkeit versorgen, denn aufgrund der kaum vorhandenen Talgdrüsen und des wenigen Unterhautfettgewebes können Fältchen aufgrund von Trockenheit sehr schnell entstehen. Ab Ende 20 sollte die Augencreme eingesetzt werden, die optimalerweise Feuchtigkeit spendet und Wirkstoffe enthält, die die Kollagen- und Elastinbildung anregen.

 

Wird ein Anti-Aging-Serum wirklich benötigt?

 

Im Handel findet sich auch eine große Auswahl für das Anti-Aging-Serum. Doch wird dieses wirklich benötigt? Es handelt sich dabei um eine intensive Zusatzpflege. Sie ist ab Ende 20 anzuraten, allerdings nur dann, wenn bestimmte Probleme auftreten. Zu diesen zählen etwa erste Fältchen, Pigmentflecken, große Poren oder ein müder Teint. Aufgrund der vielen pflegenden Substanzen kann das Serum die Haut sofort frischer und strahlender erscheinen lassen. Das Serum wird morgens und abends jeweils nach der Reinigung aufgetragen, allerdings vor der eigentlichen Pflege.

 

Pigmentflecke bekämpfen

 

Im Laufe der Zeit bilden sich auch gerne Pigmentflecke. Die Kosmetikindustrie stellt hierfür Spezialprodukte zur Verfügung. Sie sollen die Pigmentzellen ausbremsen und zeitgleich dafür sorgen, dass vorhandene Flecken sanft aufgehellt werden. Experten raten davon jedoch ab, selbst bei wochenlanger konsequenter Anwendung bringen sie kaum etwas. Die dermatologische Spezialbehandlung durch den Hautarzt verspricht hier bessere Wirkungen. Vorbeugend sollte auf einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor gesetzt werden.

 

Ernährung kann den Alterungsprozess aufhalten

 

Wer jünger und gesünder aussehen möchte, sollte auch auf seine Ernährung achten. Grüne Gemüse, wie etwa Spinat, helfen auf dem Weg zum jugendlichen Aussehen. Grund dafür ist der hohe Gehalt an Vitamin B. So lassen sich kleine Entzündungen lindern und die Haut erstrahlt frischer und gesünder. Beeren und Tomaten auf dem Speiseplan helfen dagegen gegen die freien Radikalen und Fisch enthält Omega-3-Fettsäuren, die wiederum die Haut festigen. Sie sind nämlich wichtige Bestandteile der Zellmembranen. Wer die Produktion von Kollagen anregen will, sollte auf Vitamin C setzen.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 30. Oktober 2013 um 07:37 Uhr in Beauty: Grundlagen | 1368 Aufrufe

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