Falten sind alles anderes als erwünscht, sie stellen einen Schönheitsmakel dar. Bereits ab Mitte der 20er beginnt die Haut zu altern. Dabei kann man den Alterungsprozess deutlich verlangsamen, wenn man frühzeitig mit einer gesunden Ernährung beginnt, ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt und auf Nikotin oder stundenlange Sonnenbäder verzichtet.

Trotzdem hilft das alleine nicht dauerhaft gegen den Alterungsprozess. Mit zunehmendem Alter verliert die Haut an Spannung und Widerstandskraft und kann Feuchtigkeit nicht mehr so gut speichern. Hier helfen viele natürliche Anti-Aging-Mittel, Vitamine und Fruchtsäuren, aber auch Gesichtsmassagen. Ebenfalls lässt sich mit bestimmten Übungen der Hautstoffwechsel stimulieren. Dadurch wird dann auch die Durchblutung gefördert und die Zellerneuerung angeregt.

Massagen gegen Falten

So kann beispielsweise eine Gesichtsmassage gegen Falten eingesetzt werden. Sie verbessert den Stoffwechsel und die Haut wird insgesamt wieder elastischer. Voraussetzung ist natürlich, dass die Gesichtsmassage regelmäßig durchgeführt wird.

Wer unter Falten auf der Stirn leidet, kann die Augenbrauen nach unten schieben und diese gleichzeitig gegen den Widerstand nach oben ziehen. Leichte Klopfmassagen mit den Fingerkuppen sollen dagegen bei Augen- und Lippenfältchen hilfreich sein.

Pflegeprodukte und Aminosäuren

Aminosäuren sind ebenfalls ein wahrer Faltenkiller. Insbesondere die Aminosäure Kreatin, die aus Arginin und Carnitin besteht, ist hier empfehlenswert. Sie fördert die Entgiftungsfunktionen, die Stütz- und Schutzfunktionen der Haut und regt gleichzeitig die Zellteilung an, wodurch beschädigte Zellen wieder repariert werden können.

Eine gesunde Ernährung hat früher ausgereicht, um ausreichend Aminosäuren aufzunehmen. Allerdings sinkt die Qualität der angebotenen Lebensmittel und mit zunehmendem Alter verliert der Körper auch die Fähigkeit, Aminosäuren aus der Nahrung zu produzieren. Deshalb sind spezielle Hautpflegecremes auf Basis der Aminosäuren eine gute Möglichkeit, um diese dem Körper zuzuführen. Innerlich lässt sich der Körper mit Aminosäurekapseln stärken.

Spezielle Antifalten-Cremes wirken zumeist nur auf die oberen Hautschichten. Sie eignen sich daher vor allem für leichte Mimik-Fältchen. Die Cremes sollen in jedem Fall Antioxidantien, wie Vitamine, das Coenzym Q10, Polyphenole oder sekundäre Pflanzenstoffe beinhalten. Sie bekämpfen die freien Radikalen, die als Hauptursache für die Hautalterung gelten. Cremes mit Hyaluronsäure sorgen zudem für eine bessere Bindung der Feuchtigkeit in den Zellen. Die Hautbarriere wird mit Harnstoff, Panthenol und Milchsäure gestärkt.

Wie Öle gegen die Faltenbildung helfen

Auch Öle können die Faltenbildung verlangsamen oder unterbinden. So kannte man das Olivenöl bereits in der Antike. Die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren ähneln vom Aufbau her dem Hautfett. Dadurch verbinden sie sich sehr gut mit der äußeren Hautschicht. Gleichzeitig kann Olivenöl auch in tiefere Hautschichten vordringen, wo es dafür sorgt, dass Feuchtigkeit gebunden wird. Zusätzlich wirkt es wundheilend und entzündungslindernd. Durch die enthaltenen Mineralien, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe wird die Wirkung noch verstärkt. Empfehlenswert ist das kaltgepresste Olivenöl mit wenig Ölsäure.

Auch Arganöl, das zu den kostbarsten Pflanzenölen zählt, kann die Zeichen der Zeit bekämpfen. Es besteht zu 80 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren und ist zudem sehr reich an Linolsäure, die für eine starke Hautbarriere entscheidend ist. Zudem ist das Vitamin E enthalten, welches der Haut mehr Elastizität und Spannkraft verleiht und die Feuchtigkeit in den Zellen bindet. Gleichzeitig regt es die Zellerneuerung an. Außerdem sind Phytosterine enthalten, die den Hautstoffwechsel anregen und für einen natürlichen Sonnenschutz sorgen. Außerdem werden Zellschäden dadurch repariert. Die enthaltenen Polyphenole bekämpfen freie Radikale und regen die Produktion neuer Hautzellen an. Arganöl kann ebenfalls bei Sonnenbrand genutzt werden, um der Haut zu einer schnelleren Heilung zu verhelfen und enthält Spinasterol, Squalen, Schottenol und Sterol. Diese Stoffe gelten als krebshemmend und sollen vor allem das Risiko für Hautkrebserkrankungen senken.

Darüber hinaus können das Ingweröl und der Ingwer selbst gegen die Faltenbildung eingesetzt werden. Insbesondere die feine Haut im Bereich der Lippen und Augen spricht sehr gut auf das Gingerol, den im Ingwer enthaltenen Wirkstoff, an. Wer seine Lebensmittel regelmäßig mit Ingwer würzt, täglich frisch zubereiteten Ingwertee trinkt und diesen sogar als erfrischendes Gesichtswasser nutzt, kann mit Ingwer Falten bekämpfen. Dem Ingwer sagt man gemeinhin eine stoffwechselaktivierende und immunstärkende Wirkung nach. Gleichzeitig reguliert er den Flüssigkeitshaushalt der Haut.

Wie die Akupunktur gegen Falten hilft

Auch die aus der Traditionellen Chinesischen Medizin bekannte Akupunktur kann den Kampf gegen die Faltenbildung unterstützen. Die feinen Nadeln sollen stimulierend wirken, eine richtig angewendete Akupunktursitzung soll wie ein natürliches Lifting wirken. Die Akupunktur gilt als verjüngende Maßnahme und regt die Lebensenergie (Qi) wieder zum ungestörten Fluss an.

Die Akupunktur kann genutzt werden, um das gesamte Gesicht zu verjüngen oder einzelne, besonders tiefe Falten zu bekämpfen. Gleichzeitig werden Stoffwechsel und Hormonsystem stimuliert, was ebenfalls verjüngend wirkt. Allerdings sollte man der Akupunktur etwas Zeit geben, vier bis sechs Sitzungen sind erforderlich, bevor man erste Erfolge sieht.

Neben der Akupunktur kann auch die Akupressur die Falten bekämpfen. Sie fördert die Zellerneuerung und stärkt die Gesichtsmuskeln. Sie soll direkt auf die unter der Haut verlaufenden Meridiane einwirken und funktioniert wie eine sanfte Massage.

Vitamine und Lebensmittel gegen Falten

Eine gesunde Ernährung ist ebenfalls ein hilfreiches Mittel gegen Falten. Ungeschältes Obst in Bioqualität, viele grüne Gemüsesorten, kaltgepresste Pflanzenöle und Vollkornprodukte können die Haut verjüngen. Sie sorgen für eine Anregung des Stoffwechsels und der Durchblutung, fördern die Ausscheidung von Giftstoffen und die Abwehr zellschädigender Umwelteinflüsse.

Zucker, gehärtete Fette und verarbeitete Lebensmittel sollte man meiden. Sie können den Hautstoffwechsel belasten und schaden ganz nebenbei der eigenen Figur. Zu viel Zucker kann zudem die Collagenfasern im Bindegewebe verkleben, so dass sie an Elastizität verlieren.

Auch der Grüne Tee wirkt gegen Falten. Er kann erhöhte Blutwerte reduzieren, die Haut von innen schützen und die Abwehrkräfte stärken. Dabei kann der Grüne Tee nicht nur getrunken werden. Er lässt sich auch als Gesichtswasser anwenden, wobei er Feuchtigkeit spendet und vergrößerte Poren verengt. Bei Sonnenbrand hilft eine Maske aus Grüntee und Naturjoghurt und ein entspannendes Peeling entsteht aus pulverisiertem Grüntee mit Wasser und Mandelkleie.

Nicht zuletzt sind Vitamine ein natürliches Anti-Aging-Mittel. Sie stärken die Widerstandskraft der Haut, fördern die Zellerneuerung, den Stoffwechsel und die Entgiftung. So kann Vitamin A collagenschädigende Enzyme bekämpfen, Vitamin B 3 fördert dagegen die Hautregeneration und die Bildung von feuchtigkeitsspeicherndem Hautfett. Das Vitamin B9, das auch als Folsäure bekannt ist, sorgt für eine Neubildung von Hautzellen und wer die Collagenbildung anregen und sich vor freien Radikalen schützen will, setzt auf Vitamin C. Auch Vitamin E ist übrigens ein Schreckgespenst für freie Radikale und glättet und nährt die Haut nebenbei. Die Vitamine wirken am besten in Kombination mit den Pflanzenschutzstoffen in Obst und Gemüse, weshalb die frischen Lebensmittel wesentlich besser wirken als die Vitaminpräparate.

Zum Vitamin A gehört auch das Retinol als eine Sonderform des Vitamins. Schon in geringen Konzentrationen kann es die Bildung neuer Collagenfasern anregen, das Bindegewebe aufbauen und Fältchen reduzieren. Selbst störende Pigmentierungen können damit bekämpft werden. Retinol wurde früher vor allem in der Aknetherapie eingesetzt und galt lange als sehr aggressiv. Mittlerweile gibt es aber auch Kosmetika, die zwar hochwirksam, aber deutlich sanfter zur Haut sind.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 16. März 2017 um 07:25 Uhr in Beauty: Grundlagen | 324 Aufrufe

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