Wer an Akupunktur denkt, stellt sich meist die bekannte Behandlung mittels dünner Nadeln vor, mit denen kundige Ärzte und Heilpraktiker die sogenannten Akupunkturpunkte stimulieren. Vielen geht es da wie mir: allein die Vorstellung der Nadelstiche hat etwas Abschreckendes, auch wenn die Anwendung in der Realität kaum schmerzt.

Es geht aber auch anders: Bei der Moxa-Therapie (oder auch “Moxibustion”) werden getrocknete und in Form gepresste Heilkräuter über Akupunkturpunkten abgebrannt. Über die Hitzeeinwirkung beim Abbrennen wird das Meridiansystem (Energieleitbahnen) angeregt, wodurch die körpereigene Energien (das Chi) wieder besser fließen.

Hauptanwendungsgebiete dieser Heilbehandlung sind heute Erkrankungen wie chronische Bronchitis, chronisches Asthma, Depressionen, Schwächezustände nach chronischen Erkrankungen sowie Erschöpfungsreaktionen. Ähnlich wie die Akupunktur wird Moxa auch in der Schmerzbehandlung eingesetzt, zum Beispiel bei Migräne und Spannungskopfschmerz, außerdem bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates wie Schulter-Nacken-Verspannungen, Bandscheibenschäden oder Hexenschuss.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Moxa-Therapie auch zur Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt. Nach einem alten chinesischen Sprichwort soll demnach niemand eine Reise unternehmen, der nicht vorher das Qi, die Lebensenergie, durch Moxa angereichert hat.

Auf gesundheit.de  findet sich eine ausführliche Beschreibung der verschiedenen Moxa-Anwendungen: Direkte und indirekte Methoden, Nadel-Moxa und sogar Selbstbehandlungen werden vorgestellt.  Letztere sollen allerdings nur nach genauer Anleitung durch einen Arzt oder Heilpraktiker durchgeführt werden, der die entsprechenden Meridianpunkte mit einem wasserfesten Filzstift markiert. Klar, selber könnte ich ja nicht einen der 361 Akupunkturpunkte orten!

 

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Montag, 22. Januar 2007 um 08:19 Uhr in TCM: Behandlungen | 2821 Aufrufe

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