Schwedische Forscher haben eine, zugegeben sehr kleine Studie durchgeführt. Dabei wurden 18 Trauernde, die zwischen 34 und 78 Jahre alt waren, untersucht. Sie alle hatten einen nahestehenden Menschen verloren und versuchten nun, ihre Trauer um den Verlust zu verarbeiten. Die Forscher wendeten einmal wöchentlich eine 25 Minuten andauernde Massage der Hände und Füße an.

Das Ergebnis ist überraschend: Fast einhellig lautete die Meinung der betroffenen Patienten, dass ihnen diese Massagen mehr Kraft gegeben haben. Durch die Berührungen konnten sie sich vermehrt auf ihren Körper und ihre Gefühle konzentrieren und die Trauer besser verarbeiten. Die Behandlung erfolgte über zwei Monate.

Inwieweit sich die Erkenntnisse auf die breite Masse anwenden lassen, ist allerdings unklar, denn für solche Beobachtungen ist die Studie einfach zu klein gewählt worden. Ein interessanter Ansatz ist es aber allemal, auf diese Art eine neue Form der Trauerarbeit auszuprobieren. Sicher wird es auch in diesem Bereich, wie in so vielen anderen sein: Bei manchen Betroffenen können die Massagen helfen, bei anderen wiederum nicht. Wichtig ist aber in erster Linie, dass die Trauer nicht verdrängt wird, sondern gut verarbeitet werden kann.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 19. Mai 2010 um 07:20 Uhr in Weitere Empfehlungen | 2240 Aufrufe

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