Wirklich unsterblich ist natürlich noch keiner geworden, der den Tee aus der hübschen Rankpflanze Jiaogulan trinkt. Doch in ihrem Herkunftsgebiet Guizhou, eine Gegend in Südchina, sind die Menschen tatsächlich sehr langlebig und gesund bis ins hohe Alter. Es heißt, der Anteil der über 100-Jährigen sei besonders hoch, doch konkrete Zahlen finden sich dafür nicht. Gleichwohl gilt die in der Traditionellen Chiesischen Medizin (TCM) seit Urzeiten verwendete Pflanze mittlerweile auch hierzulande als sehr gesundheitsfördernd. Dafür verantwortlich ist ihr hoher Gehalt an Saponinen, begleitet von den gleichen Inhaltsstoffen, die sich auch im teuren Ginseng finden, die sogenannten “Ginsenoside”. Aminosäuren, Vitamine und Mineralien runden den gesunden “Cocktail” der Inhaltsstoffe ab und machen das auch als “Zauberkraut” benannte Pflänzchen zur anerkannten Heilpflanze.

Die Info-Seite Anti-Aging-Pflanzen.de zählt eine gaze Reihe gesundheitlicher Wirkungen auf: so soll sie Stress-abauend wirken, die Blutfettwerte senken, das Herz stärken, den Blutdruck harmonisieren und den LDL-Cholesterinspiegel senken. Hilfreich wirke das Kraut auch bei chronischer Bronchitis, gegen Schlafstörungen und Mattheit, vorbeugend gegen Arteriosklerose und sogar krebshemmend durch das tumorhemmende Glycosid Ginsenosid Rh2.  Und das ist noch lange nicht alles, Jiaogulan scheint ein wahres Wunderkraut zu sein.

Mittlerweile gibt es die Pflanze, die optisch ein wenig an wilden Wein erinnert, auch recht günstig in Gartencentern, Baumärkten und Supermärkten. Weil sie recht hübsch aussieht, hab’ ich mir mal eine gekauft und sie im Garten ausgepflanzt. Leider ist sie so empfindlich, dass sie binnen weniger Apriltage erfroren ist - obwohl sie doch als “winterhart” bis -18 Grad angepriesen wurde!

Wem es um die heilenden Wirkungen geht, dem ist der Eigenanbau sowieso nicht zu empfehlen, zumindest nicht mit den allüberall präsenten Sonderangeboten. Denn die Wirkstoffe halten sich nicht, bzw. nehmen drastisch ab, wenn die Pflanze hierzulande vermehrt wird: lediglich die Nachzucht der ersten (importierten) Generation ist noch von einer Qualität, wie man sie von einer wirkungsvollen Heilpflanze erwartet. So zumindest beschreibt Jens Rusch im Dithmarschen-Wiki die Lage, der sich um den nicht kommerziellen Import und Anbau verdient gemacht hat. Dieses Wiki lege ich allen ernsthaft Interessierten sehr ans Herz:  Es enthält alle wichtigen Infos, die Geschichte der Einführung und Verbreitung, die Problematik kommerziell motivierter “Verwässerung”, Berichte über spektakuläre Wirkungen bei Krebspatienten, sowie Tipps für Zubereitung und Verzehr.

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Dienstag, 18. Mai 2010 um 07:44 Uhr in Weitere Empfehlungen | 3106 Aufrufe


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