Ziel ist die Gewichtsreduktion und oft wird dann behauptet, dass Kohlenhydrate diese nicht gerade begünstigen würden. Insbesondere bei der Low-Carb-Diät sollte man fast gänzlich auf Kohlenhydrate verzichten, heißt es oft. Dabei ist das gar nicht nötig, wie jetzt Ernährungswissenschaftler bestätigen. Stattdessen solle man lediglich Obacht geben, welche Kohlenhydrate man zu sich nehme. Die so genannten langsamen Kohlenhydrate sollen beim Abnehmen sogar hilfreich sein. Bei der so genannten Slow-Carb-Diät sind eben diese Kohlenhydrate erlaubt und sollen angeblich gar zu einem Gewichtsverlust von bis zu zehn Kilogramm in nur 30 Tagen führen.

 

Was versteht man unter langsamen Kohlenhydraten?

 

Langsame Kohlenhydrate sind im Grunde genommen nichts anderes als Ballaststoffe. Diese Fasern aus der Nahrung sind für uns nicht zu verdauen. Sie belasten aber den Körper dennoch nicht, sondern können sogar den Stoffwechsel anregen.

 

Zudem müssen Lebensmittel mit einem hohen Ballaststoffgehalt meist länger gekaut werden. Und wie allgemein bekannt sein dürfte, fördert intensives Kauen die frühere Einstellung des Sättigungsgefühls. Im Magen sind die Ballaststoffe mit einem Schwamm vergleichbar, der Wasser aufsaugt und so den Magen füllt. Das Sättigungsgefühl bleibt lange erhalten. Der Insulinspiegel steigt langsamer an und das Heißhungergefühl tritt seltener auf. Zusätzlich sind die meisten ballaststoffreichen Lebensmittel fett- und kalorienarm.

 

Was darf ich essen?

 

Wer sich für die Slow-Carb-Diät entscheidet darf Proteine und Hülsenfrüchte aber auch Gemüse essen. Eier, Hähnchen, Fisch, Schweine- und Rindfleisch, Linsen, schwarze und Sojabohnen, Kidneybohnen und Kohl, Sauerkraut, Erbsen, Spargel, Spinat, grüne Bohnen und Brokkoli sind erlaubt und lassen sich vielfältig miteinander kombinieren. So kommt keine Langeweile auf dem Speiseplan auf. Lediglich auf Reis, Müsli, Cornflakes, Brot, Mais, Nudeln und Kartoffeln, auf paniertes Fleisch und Fisch, Zucker und Tortillas muss man weiterhin verzichten.

 

Zudem sieht die Slow-Carb-Diät einen Pausentag vor. An dem darf die übliche Ernährung vergessen werden. Auf den Tisch kommt, was schmeckt. Das hat den positiven Effekt, dass die Diät besser durchgehalten wird.

 

Was bringt mir die Slow-Carb-Diät sonst noch?

 

Die Slow-Carb-Diät bringt zusätzlich gesundheitliche Vorteile, schenkt man den Befürwortern Glauben. So sollen langsame Kohlenhydrate dabei helfen, Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt zu verhindern. Verstopfung und Co. sollen damit der Vergangenheit angehören. So mancher sagt den langsamen Kohlenhydraten ebenfalls nach, dass sie Darmkrebs und Diabetes vorbeugen sollen. Selbst das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll damit minimiert werden.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 04. Juni 2014 um 08:07 Uhr in Gesund leben & ernähren | 958 Aufrufe

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