Die Frühjahrsmüdigkeit ist ein Problem, das viele Menschen kennen. Experten zufolge sollen 50 bis 70 Prozent der Deutschen unter Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Co. in der Zeit von März bis Mai leiden. Längst wird das Thema auch von Experten nicht mehr nur als Mythos abgetan, sondern erkennt man das Problem mittlerweile an.

 

Der Körper muss sich umstellen

 

Im Frühjahr geht es Mensch und Tier gleich – es erfolgt eine Umstellung. Die Tage werden länger, die Sonne scheint häufiger, die Temperaturen steigen. Während in den kühlen, dunklen Wintermonaten vermehrt das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet wurde, der Blutdruck gestiegen ist, kehrt sich dies jetzt um. Das heißt, der Blutdruck sinkt, die Melatonin-Produktion wird zurückgefahren, dafür wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet.

Allerdings kann dieser Vorgang natürlich nicht schlagartig erfolgen, sondern nach und nach. Deshalb hinkt auch der Körper den äußeren Gegebenheiten (Sonne, Licht, Temperatur) etwas nach. Die Umstellung bedeutet nämlich Stress für den menschlichen Körper und dieser wird mit Müdigkeit, Schwindelgefühlen und einer allgemeinen Antriebslosigkeit beantwortet. Nicht zuletzt ist auch die Ernährung einer der Gründe, die die Frühjahrsmüdigkeit beeinflussen können. Die fett- und kohlenhydratreiche Ernährung des Winters macht uns träge.

 

Was tun gegen die Frühjahrsmüdigkeit?

 

Was aber sollte man nun gegen die Frühjahrsmüdigkeit tun? Zunächst gilt der Grundsatz: Raus ins Freie. Auch wer sich schläfrig fühlt, sollte jede Chance nutzen, Sonne zu tanken. Durch die UV-Strahlung wird nämlich die Melatonin-Produktion noch weiter abgesenkt, wohingegen die Serotonin-Produktion angekurbelt wird. Wer dann noch körperliche Arbeiten ausführt, der kann nicht nur den Kreislauf in Schwung bringen, sondern auch das eigene Immunsystem stärken.

Außerdem sind Wechselduschen hilfreich, die den Kreislauf ebenso ankurbeln. Der Besuch in der Sauna ist förderlich und auch morgendliche Gymnastikübungen bringen einen auf Trab. So werden Kreislaufbeschwerden weitestgehend eingedämmt.

Obst und Gemüse der Saison sind ebenfalls ratsam, um die Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen Vitamine, die den Stoffwechsel ankurbeln. Außerdem sollten möglichst viele kleine Mahlzeiten eingenommen werden. So kann der Verdauungstrakt entlastet werden und wir erhalten über den ganzen Tag verteilt frische Energie.

Sollten trotz dieser Tipps die klassischen Anzeichen der Frühjahrsmüdigkeit nicht verschwinden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Es können nämlich auch Anzeichen für andere Erkrankungen sein.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 22. Mai 2013 um 07:48 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1050 Aufrufe

, , , , , ,


Kommentieren in diesem Channel-Eintrag nicht möglich


Nächster Eintrag: Eisenmangel muss nicht mit der chemischen Keule behandelt werden
Vorheriger Eintrag: Mit Bierhefe zu reiner Haut

Gesundheit

Wellness-News

Back to top