Ein paar Pfunde zu viel auf der Waage? Das ist nicht weiter tragisch – so hieß es zumindest lange Zeit. Doch jetzt hat Dr. Ravi Retnakaran, seines Zeichens Medizinprofessor an der Uni Toronto, etwas Anderes herausgefunden. Er wertete insgesamt acht verschiedene Studien aus, die 61.000 Probanden untersuchten und teilweise über mehr als ein Jahrzehnt liefen. Dabei wollte der Professor wissen, wie hoch das Risiko für einen Infarkt bei übergewichtigen Menschen im Gegensatz zu schlanken Personen sei.

 

Infarktrisiko um ein Viertel höher

 

Die Probanden litten dabei weder unter Bluthochdruck, noch unter Diabetes oder anderen Stoffwechselstörungen. Und dennoch sei das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden, bei übergewichtigen Personen um 24 Prozent höher, als bei schlanken Personen, so die eindeutigen Ergebnisse.

 

Das gilt sogar dann, wenn zuvor keine Hinweise auf zu hohen Blutdruck, Herzkrankheiten oder Diabetes bestanden hätten. Aus den Daten geht allerdings auch hervor, dass Stoffwechselstörungen, wie ein zu hoher Cholesterin- oder Blutzuckerspiegel, das Risiko für den Infarkt deutlich erhöhen, und zwar unabhängig vom Gewicht.

 

Deshalb empfehlen Retnakaran und die Forscher um ihn herum, dass Ärzte nicht nur den Body-Mass-Index zur Risikobeurteilung für den Infarkt heranziehen sollten. Genauso wichtig sei es, dass Stoffwechseltests durchgeführt würden.

 

Ebenso wies der Professor darauf hin, dass ein paar Pfunde zu viel bei schweren Erkrankungen sinnvoll sein könnten. Sie würden dann dringend benötigte Reserven darstellen. Das ist gerade bei älteren Menschen mitunter sogar lebensrettend. Dennoch seien die Risiken, die vom Übergewicht ausgehen, nicht einfach von der Hand zu weisen.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 10. März 2014 um 07:28 Uhr | 811 Aufrufe

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