Das Jojoba-Öl zählt heute zu den begehrten Ölen zur Herstellung von Kosmetika aller Art. Es entsteht aus der Jojobanuss, die am Jojobastrauch wächst. Dieser ist zwischen Mexiko und dem Pazifischen Ozean beheimatet und fühlt sich im Wüstensand ebenso wohl, wie an leeren Sandstränden und in zerklüfteten Gebirgen.

 

Die Jojobanüsse sind Lieferant des Öls, wobei sich das Jojoba-Öl wesentlich von anderen pflanzlichen Ölen unterscheidet. Es handelt sich nämlich nicht, wie so oft, um ein fettendes Öl, sondern ist dieses vielmehr sehr dünnflüssig und auch hautfreundlich.

 

Haut nimmt das Öl sehr gut an

 

Viele Öle, die in der Kosmetikindustrie verwendet werden, sind sehr fettig. Dadurch können sie nicht richtig in die Haut einziehen und wertvolle Inhaltsstoffe können von der Haut gar nicht aufgenommen und genutzt werden. Anders beim Jojoba-Öl. Aufgrund seiner dünnflüssigen Konsistenz dringt es direkt in die Haut ein, bis in die untersten Hautschichten. So versorgt es die Haut optimal mit allen wertvollen Inhaltsstoffen. Außerdem gilt das Öl der Jojobanuss als das am besten verträgliche Öl für die Haut. Voraussetzung ist, dass es sich um kalt gepresstes und naturbelassenes Öl handelt, dann sind auch Allergien nur äußerst selten.

 

Wie sollte und kann man Jojoba-Öl anwenden?

 

Die Anwendungsbereiche von Jojoba-Öl sind sehr vielfältig. So kann es zur täglichen Hautpflege eingesetzt werden. Besonders Personen mit trockener und schuppiger Haut können vom Jojoba-Öl profitieren, da es den Säureschutzmantel der Haut reguliert und diese somit vor schädigenden Umwelteinflüssen schützt. Dafür sollte das Öl täglich nach dem Baden, Waschen und Duschen aufgetragen werden.

 

Auch bei der Behandlung von Akne kann Jojoba-Öl hilfreich sein, zumindest die Ärzte aus den USA setzen darauf. Dafür wird das naturreine und kalt gepresste Öl morgens und abends auf die Aknestellen aufgetragen. Es hilft nicht nur bei normaler Akne, sondern auch bei der Mallorca-Akne, einer Reaktion, die oft nach zu langem Sonnenbaden auftritt.

 

Ebenfalls zählt das Jojoba-Öl zu den wenigen Ölen, die mit einem natürlichen Lichtschutzfaktor zwischen drei und vier ausgestattet sind. Daher kann es vor dem Sonnenbad sogar als Sonnenschutz aufgetragen werden. Allerdings hält dieser aufgrund des geringen Lichtschutzfaktors nicht allzu lange an. Auch nach dem Sonnenbad kann das Öl wieder aufgetragen werden und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, die sie während des Sonnenbads verloren hat.

 

Bei einem Sonnenbrand nach einem zu langen Sonnenbad können die betroffenen Stellen ebenso mit Jojoba-Öl eingerieben werden. Es lindert den Schmerz der verbrannten Haut. Sogar bei Schwangerschaftsstreifen kann das Jojoba-Öl eingesetzt werden. Hauterkrankungen, wie Schuppenflechte und Co. können durch das Einreiben mit dem Öl gemildert werden. Nebenwirkungen sind dabei selbst bei Dauerbehandlungen, die über Monate hinweg durchgeführt wurden, nicht aufgetreten.

 

Für die Pflege von Händen und Fingernägeln kann das Jojoba-Öl ebenso eingesetzt werden. Dafür muss es lediglich eingerieben werden. Nagelstifte, die speziell zur Pflege der Fingernägel verwendet werden, enthalten oftmals das Öl der Jojobanuss und sorgen für eine besondere Pflege.

 

Besonderheit bei kalt gepresstem und naturbelassenem Jojoba-Öl ist zudem, dass dieses nicht ranzig wird. Es kann somit über Jahre hinweg aufbewahrt werden. Zwar verfestigt es sich bei Kälte, taut aber genauso schnell wieder auf, wenn es bei Raumtemperatur gelagert wird.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Mittwoch, 25. September 2013 um 08:12 Uhr in Beauty: Grundlagen | 1228 Aufrufe

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