Johanniskraut gilt gemeinhin als Seelentröster. Diesen Namen verdankt es vermutlich seinem häufigen Einsatz bei Depressionen und Angststörungen. Die alternative Medizin kennt die Pflanze jedoch schon wesentlich länger und ursprünglich wurde nicht nur das pulverisierte Kraut verwendet, sondern fast alle Pflanzenteile. Das Pflanzenöl beispielsweise wurde ursprünglich gerne eingesetzt, wenn Wunden behandelt wurden. Auch Hautprobleme, das Abschwächen von Narbengewebe und kleinere Verletzungen waren einst häufige Anwendungsformen.

Heute kennt man vorwiegend das Kraut, welches in pulverisierter Form zur Verfügung steht. Es wird bei Angstzuständen, innerer Unruhe, bei Depressionen, Nervosität und ähnlichen Symptomen eingesetzt. Die Wirkungsweise soll dabei der eines klassischen Antidepressivums ähneln, die Stimmung soll durch die Einnahme aufgehellt werden. Grund dafür ist die positive Beeinflussung des Stoffwechsels im Gehirn durch das enthaltene Hyperforin.

Allerdings sollten sich Patienten darüber im Klaren sein, dass die Wirkung von Johanniskraut erst nach einer gewissen Wartezeit auftritt. Erste Besserungen treten frühestens nach einer dreiwöchigen Einnahme ein, bis der Patient selbst Änderungen spürt, kann es zwischen vier und sechs Monate dauern.

Zu berücksichtigen sind ebenfalls die unter Umständen auftretenden Nebenwirkungen, die trotz des rein pflanzlichen Mittels entstehen können. Üblich, wenn auch selten, sind etwa starke Empfindlichkeiten gegenüber der Sonnenstrahlung. Auch eine vermehrte Müdigkeit wird oftmals als Nebenwirkung bezeichnet.

In diesem Zusammenhang ist es ebenfalls wichtig, dass Johanniskraut nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen wird. Es kann sonst zu gefährlichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die verabreicht werden, kommen. Bei der Dosierung ist Obacht zu geben, die oftmals im Beipackzettel angegebenen Höchstmengen von 650 bis 950 Milligramm pro Tag sollten nicht überschritten werden. Übliche Produkte aus dem Supermarkt sind jedoch in der Regel sehr niedrig dosiert.


# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 27. August 2012 um 06:36 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1484 Aufrufe

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