Fenchel gehört nicht nur zu den ältesten Gewürzen, sondern auch zu den ältesten Heilpflanzen. Bereits die alten Ägypter, die alten Römer und Hildegard von Bingen schätzten die Wirkung des Fenchels äußerst positiv ein. Dabei kann Fenchel weitaus mehr als nur in Tees bei Erkältungen eingesetzt zu werden.

Grund für die hohe Wirksamkeit dieser Heilpflanze sind die enthaltenen ätherischen Öle. Anethol und Fenchon machen dabei den größten Teil (70 Prozent) aus. Anethol ist für den Geschmack der Heilpflanze verantwortlich, leicht süßlich und anisartig. Fenchon dagegen steuert die bekannte, leichte Bitternote bei. Die Wirkungen der beiden Bestandteile sind vielseitig.

Diese Wirkstoffe machen den Fenchel so wertvoll

So kann Anethol etwa auf die Muskulatur im Verdauungstrakt wirken, gleichzeitig bietet es eine krampflösende und verdauungsfördernde Wirkung. Auch der Appetit kann damit angeregt werden. Ebenso wirkt die lösende Wirkung des Anethols sich positiv auf die Bronchialschleimhaut aus, so dass sich festsitzende Sekrete besser abhusten lassen.

Das Fenchon dagegen überzeugt mit der antibakteriellen und antioxidativen Wirkung. Vor allem gegen einen Pilzbefall kann es helfen. In der Schwangerschaft kann Fenchon die Milchbildung fördern. Ebenso kann der Fenchel gegen Entzündungen der Harnwege oder Kopfschmerzen eingesetzt werden. Äußerlich angewendet, soll er bei Hautproblemen hilfreich sein.

Neben den ätherischen Ölen liefert die Heilpflanze natürlich noch mehr. Der Vitamin-C-Gehalt im Fenchel liegt beispielsweise doppelt so hoch, wie der von Orangen. Die Vitamine der B-Gruppe, das Vitamin A und E sind ebenfalls enthalten. Hinzu kommen wichtige Mineralstoffe, wie Calcium, Eisen oder Kalium.

Anwendung von Fenchel

Die Fenchelpflanze lässt sich sehr vielseitig einsetzen. Neben den Samen werden auch die Wurzel und die Knolle verwendet. Der klassische Fencheltee ist die bekannteste Anwendungsform und wird bei Verdauungsbeschwerden und Erkältungen eingesetzt. Hier kommt es häufig zu Kombinationen aus Fenchel und anderen Heilpflanzen. Bei Wechseljahrsbeschwerden kann Fenchel beruhigend und entspannend wirken und vor der Menopause macht man sich seine menstruationsfördernde Wirkung zunutze.

Neben dem Fencheltee gibt es auch Fenchelhonig, Fenchel-Hustensäfte oder Fenchel-Bonbons. Sogar als reines ätherisches Öl wird Fenchel verwendet. Die Knolle der Heilpflanze landet dagegen auf dem Tisch. Das leckere Gemüse ist kalorienarm und versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen. Mit dem Samen der Pflanze lässt sich in der Küche ebenfalls viel anfangen, er ist ein feines Gewürz, welches beispielsweise in italienischer Salami zum Einsatz kommt.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 10. November 2016 um 05:55 Uhr in Gesund leben & ernähren | 292 Aufrufe

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