In der Regel lassen sich Erkältungen mit Hausmitteln gut bekämpfen, doch viele Hausmittel sind fast in Vergessenheit geraten, weil der Griff zu allerlei „Wundermitteln“ aus der Apotheke einfacher scheint. Dennoch lohnt sich ein Blick zurück in die Vergangenheit und auf Omas Wissen.

Die Erkältungssaison ist bereits in vollem Gange, in vielen Unternehmen hat man es bereits gespürt. Stark ansteigende Personalausfälle sind seit Wochen eher die Regel als die Ausnahme. Generell sagt man, dass eine Erkältung mit Medikamenten eine Woche und ohne sieben Tage dauert. Doch trotz allem können Hausmittel helfen, zumindest die Beschwerden zu lindern.

Ansteigendes Fußbad als erste Hilfe

Häufig sind kalte Füße ein Grund für das Entstehen einer Erkältung. Um diese zu vermeiden, hilft ein Fußbad, mit dem die Füße schnell wieder aufgewärmt werden. Schon bei einer sich anbahnenden Erkältung kann es als Erste-Hilfe-Maßnahme genutzt werden. Die Blutgefäße werden durch das warme Wasser erweitert, Durchblutung und Kreislauf angeregt. So können die Krankheitserreger bereits im Anfangsstadium der Erkältung bekämpft werden.

Für das ansteigende Fußbad wird eine ausreichend hohe Schüssel benötigt. Diese wird nun mit warmem Wasser gefüllt, bis die Füße bedeckt sind. Ideal ist eine Temperatur von 35 Grad Celsius. Nun wird nach und nach weiteres heißes Wasser eingefüllt, bis die Waden davon umschlossen sind. Die Temperatur steigt dabei auf etwa 40 Grad Celsius. Das Fußbad nutzt man 10 bis 15 Minuten und zieht anschließend dicke Wollsocken über. Ätherische Öle oder Salze können nach Wunsch ebenfalls zugegeben werden.

Wie Salzsocken gegen Erkältungen helfen

Auch Salzsocken gelten als altbewährtes Hausmittel gegen Erkältungen. Dafür werden 15 Gramm Salz in einen halben Liter warmes Wasser gegeben. Die Baumwollsocken werden in das Salzwasser eingetaucht, gründlich ausgewrungen und angezogen. Ein paar dicke Wollsocken sollten noch darüber gezogen werden.  Die Salzsocken sollten wenigstens eine Stunde, noch besser über Nacht anbehalten werden.

Durch das Salz und die Wärme wird die Durchblutung angeregt, was nicht nur bei Erkältungen, sondern auch bei allerlei anderen Krankheiten hilft, wie Mittelohrentzündungen oder gar Gicht. Für die Mittelohrentzündung werden die Salzsocken hinters Ohr gelegt. Sie sollen Wärme spenden und die Schmerzen lindern.

Rettichsirup gegen Husten

Ebenfalls altbekannt, aber dennoch fast vergessen, ist Rettichsirup als Hausmittel gegen Husten. Die meisten greifen im Kampf gegen den lästigen Husten zu Zwiebelsaft oder Honig. Dabei kann auch Rettichsirup hilfreich sein. Die enthaltenen Senföle wirken nämlich nicht nur schleimlösend, sondern auch antibakteriell.

Für den Rettichsirup braucht man natürlich Rettich, von dem man den Deckel abschneidet und die Knolle aushöhlt. Der Boden wird mit einem Messer mehrfach durchgestochen. Nun wird der Rettich mit drei Esslöffeln Honig gefüllt und auf ein Glas gesetzt. Durch die Löcher im Boden tropft der Honig nach und nach ins Glas. Ist der Honig komplett durchgelaufen, wird das Glas verschlossen und im Kühlschrank aufbewahrt, wo sich der Rettichsirup einige Tage hält. Während des akuten Hustens nimmt man dreimal täglich zwei Teelöffel davon ein.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 01. Dezember 2022 um 07:02 Uhr in Gesund leben & ernähren | 338 Aufrufe | 0 Kommentare | Kommentare per RSS-Feed abonnieren

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