Obwohl wir es kaum mehr bemerken, wird unser Leben immer mehr von Lärm und lauten Einflüssen bestimmt:  laufende Fernseher, Autoradios, Handy-Klingeltöne, Straßenlärm, Beschallung in Einkaufszentren, Fahrstühlen und Wartezimmern. Sogar in der Sauna vergessen die Menschen zunehmend, dass zur Entspannung die Ruhe gehört und plaudern während des Schwitzens über dies und das; zum Unmut derjenigen, die gerne in sich hinein lauschen würden - und sonst gar nichts.

Wann nehmen wir uns noch die Zeit, um einfach mal gar nichts zu tun? Das ist nicht etwa nutzlos verplemperte Zeit, wie viele meinen, sondern die nötige Muße, die uns zur Besinnung kommen lässt. Allerdings erst dann, wenn die wirbelnden Gedanken an die Geschäfte des Alltags und das, was als nächstes dran ist, auch wirklich zur Ruhe gekommen sind. Eine drei-minütige Entspannungsübung, mal eben zwischen zwei Telefonate geklemmt, reicht dafür nicht aus.

Wofür das gut sein soll? Heute las ich einen wunderschönen Text auf Zeit-zu-leben, der von dem handelt, was wir gerne über unseren Routinen und täglichen Pflichten vergessen: Unsere Träume, unser Besinnen auf das, was uns wirklich wichtig ist. “Drehen Sie doch mal am Lautstärke-Knopf”, fordert Ralph Senftleben und meint damit nicht das Radio. Der Text beginnt mit der Beobachtung, dass sich oft nicht derjenige mit den besseren Argumenten bei einem Streit durchsetzt, sondern der mit der lautesten Stimme. In einem eleganten Sprung wird es dann gleich sehr philosophisch:

“Das Phänomen “Laut setzt sich durch” verhindert in unserem alltäglichen Leben, dass wir uns um die Dinge kümmern, die uns eigentlich am wichtigsten sind….und unser Alltag ist laut. Unsere bestehenden Routinen und Gewohnheiten sind laut. Die kleinen Problemchen des täglichen Lebens sind laut. Und unsere Träume und das, was uns wirklich wichtig ist im Leben, flüstern oft nur ganz leise und man hört es meist nur im Urlaub oder in ganz ruhigen Momenten. Und dann packt uns die Sehnsucht und wir werden manchmal ganz traurig, weil wir sehen, was wir uns eigentlich selbst antun.

Es liegt an uns, ob wir das hinnehmen oder etwas dafür tun, dass das Wichtigste in unserem Leben eine lautere Stimme bekommt. Vielleicht finden wir ja tatsächlich während eines Wellness-Urlaubs den roten Faden wieder, der uns dahin führen soll, wo wir wirklich hin wollen. Sei es eine andere Arbeit, eine Geschäftsidee, der alte Traum vom Malen, Schreiben, Kunst machen oder eine andere Weltgegend erforschen - was immer es für Sie ist: nehmen Sie nicht hin, dass Ihre wahren Wünsche fortwährend vom Lärm der Welt und dem scheinbar Zwingenden und Dringlicheren überschrieben werden!  Das Magazin “Zeit zu leben” ist eine wundervolle Quelle, die immer wieder dabei hilft, uns zu erinnern.

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Freitag, 07. Mai 2010 um 19:34 Uhr in Wellness: Empfehlungen | 2263 Aufrufe

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