Smartphone, Tablet, Laptop – die ständigen Begleiter im Alltag machen uns das Leben nicht wirklich leichter, auch wenn sie es versprechen. Kein Wunder, ist doch das Smartphone Uhr, Telefonbuch, Terminkalender und Lexikon zugleich. Diverse Apps spornen zu mehr Bewegung im Alltag an, wollen uns dabei helfen, zu entschleunigen und achtsamer zu leben.

Doch Fakt ist: Wir greifen durchschnittlich 88 Mal pro Tag zum Handy, wie Forscher im Rahmen des „Menthal Balance“ Projektes herausfanden. Das führt zu reichlich Ablenkung im Alltag einerseits, aber auch zu viel Stress. Durch die dauernde Erreichbarkeit fühlen sich viele Smartphone-Nutzer unter Druck gesetzt. Ganz nebenbei sorgt das blaue Licht der Geräte für einen ungesunden, gestörten Schlaf. Um endlich wieder einmal abschalten zu können, kann es sinnvoll sein, Digital Detox zu nutzen, also eine digitale Entgiftung. Dafür muss man sich allerdings überwinden und sich tatsächlich einmal von Smartphone, Laptop und Co. trennen.

Feste Offline-Zeiten können helfen

Das ist natürlich in der heutigen Zeit alles andere als einfach, wo jeder immer und überall erreichbar sein muss. Doch es gibt auch hier Mittel und Wege: So kann man etwa feste Offline-Zeiten festlegen. Das kann die Zeit von 20 bis 22 Uhr abends sein oder ein Tag am Wochenende. Dann wird das Smartphone komplett ausgeschaltet und man ist für niemanden erreichbar. Solche festen Zeiten lassen sich in der Regel auch gut mit den familiären und beruflichen Verpflichtungen vereinbaren.

Auch bestimmte Räume können zur Smartphone-freien Zone erklärt werden. Das Badezimmer etwa ist ideal geeignet für eine solche Sperrzone. Auch aus dem Schlafzimmer lässt sich das Handy gut verbannen und ganz ehrlich – am Esstisch hat es ohnehin nichts verloren. Im Auto sollte das Handy sowieso ausgesperrt bleiben, zumindest nicht genutzt werden und im Straßenverkehr ebenso – auch als Fußgänger, man denke an die „Smombies“.

Kalender führen und Kontakte pflegen

Da das Handy für viele auch ein wichtiger Kalender ist, sollte man sich für das Digital Detox angewöhnen, einen Kalender wieder auf klassischer Basis zu führen. Das geht auch mit anderen Funktionen: Die Weckfunktion des Smartphones kann durch einen klassischen Wecker ersetzt werden, die Taschenlampe kann man wieder heraussuchen und sogar die Nutzung von Straßenkarten statt der Handy-Navigation lässt die digitale Entgiftung voranschreiten.

Auch bei der Pflege der persönlichen Kontakte lässt sich digitale Entgiftung realisieren. Statt dem endlosen Nachrichtenaustausch via WhatsApp mit Freunden und Familie kann man seine Liebsten auch mal wieder anrufen. Das geht übrigens meist sogar schneller und spart wertvolle Lebenszeit ein.

Weitere Tipps zur digitalen Entgiftung

Außerdem sollte man sich allgemeine Höflichkeitsregeln wieder zurück ins Gedächtnis rufen. Als das Handy gerade aufkam, galt es als unhöflich, es auf den Tisch zu legen. Heute hat es bereits seinen angestammten Platz im Restaurant und zu Hause auf dem Esstisch, vielfach wird das Essen sogar fotografiert. Gespräche sind dann kaum mehr möglich, weil das Handy ständig irgendwelche Benachrichtigungstöne von sich gibt. Wer mit gutem Beispiel vorangeht und das Handy in der Tasche lässt, kann plötzlich wieder störungsfreie Gespräche führen und vielleicht sogar sein Gegenüber vom Digital Detox überzeugen.

Die unzähligen Apps auf dem Handy mit ihren bunten Symbolen reizen bei jedem Ansehen des Geräts dazu, sie anzutippen. Am besten reduziert man die Apps auf das wirklich Notwendige, dann verleiten sie einen auch nicht so schnell.

Generell sollte das Handy nur dann zur Hand genommen werden, wenn die Zeit dafür auch da ist. Wer nach jedem „Ding“ eine Nachricht beantworten will, verzettelt sich oft. Ihm bleibt kaum Zeit für seine eigentlichen Aufgaben und Gespräche mit lieben Mitmenschen werden dauernd unterbrochen. Also lassen Sie ruhig mal Kontakte warten und beantworten Sie WhatsApp, E-Mails, SMS und Co. bewusst erst dann, wenn Sie Zeit dafür haben.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 22. März 2018 um 08:11 Uhr in Weitere Empfehlungen | 227 Aufrufe

, ,


Kommentieren in diesem Channel-Eintrag nicht möglich


Nächster Eintrag: Fermentierte Pflegeprodukte – was bringen sie?
Vorheriger Eintrag: Warum Peelings gar nicht so gut sind wie gedacht

Gesundheit

Wellness-News

Back to top