Die meisten Diäten sind sehr kompliziert. Sie werden vom Kalorienzählen bestimmt, sind einseitig oder zeichnen sich dadurch aus, dass man trotz mehrerer Mahlzeiten hungrig bleibt. Eine noch recht neue Diät ist dabei die 5:2 Diät. Sie wurde von den britischen Ernährungsmedizinern Tony Howell und Michelle Harvie entwickelt. Dabei folgt die Diät einem einfachen Plan: Fünf Tage in der Woche kann man ganz normal essen, an zwei Tagen in der Woche wird gefastet.

 

Die 5:2 Diät lässt sich gut in den Alltag integrieren

 

Dadurch dass man den überwiegenden Teil der Woche ganz normal essen kann, ist die 5:2 Diät auch recht alltagstauglich. Berufstätige können die beiden Fastentage zum Beispiel aufs Wochenende legen, so dass sie während des Jobs die Mittagspause mit den Kollegen genießen können. Ebenso die Verteilung der Fastentage zum Beispiel auf Dienstag und Freitag ist möglich, allerdings sollte man dann auch bei diesen Wochentagen bleiben und sie nicht dauernd verschieben.

 

Kritiker bezweifeln, dass die 5:2 Diät etwas bringt. Zwei Fastentage würden den Heißhunger an den „normalen“ Tagen unnötig in die Höhe treiben. Die Befürworter verweisen auf Studien aus England und Amerika. Dabei wurde festgestellt, dass an den erlaubten Tagen zwar mehr gegessen wurde, allerdings nur um die zehn Prozent mehr. Und die Heißhungerattacken seien verschwunden. Noch dazu könne man durch die auf die Woche gerechnet geringer ausfallende Kalorienzufuhr dauerhaft abnehmen. Klinische Untersuchungen bei stark übergewichtigen Personen sollen sogar ergeben haben, dass diese mit der 5:2 Diät Erfolg hatten, obwohl bisher alle anderen Diäten erfolglos blieben.

 

5:2 Diät soll auch noch gesund sein

 

Zudem soll die 5:2 Diät gesund sein. Dafür reicht ein einfacher Vergleich mit herkömmlichen Diäten: Nach spätestens zwei Wochen des Hungerns schaltet der Körper um. Der Kalorienverbrauch wird gedrosselt, weil unklar ist, wie lange man mit den Vorräten auskommen muss. Sind in den Nahrungsmitteln zu wenige Eiweiße enthalten, müssen die Vorräte im Körper dran glauben. Die Muskelmasse wird abgebaut und der Energieverbrauch sinkt weiter.

 

Bei der 5:2 Diät hält diese Hungerphase jedoch nur zwei Tage an, so dass diese Reaktion des Körpers gar nicht erst entsteht. Während der Pausen vom Essen wird auf Aktivität umgeschaltet. So soll man motiviert werden, möglichst schnell wieder sättigende Nahrung zu beschaffen. Der Kalorienverbrauch bleibt also hoch. Zudem soll die 5:2 Diät zur langfristigen Gewichtsreduktion führen und Blutdruck und Cholesterinwerte senken. Manche sagen ihr sogar nach, Demenz und Krebs vorbeugen zu können.

 

Wie sehen die beiden Fastentage aus?

 

In der 5:2 Diät sehen die Fastentage so aus, dass eine Kalorienzufuhr von 500 für Frauen und 600 Kalorien für Männer vorgesehen ist. Das klingt zunächst sehr wenig, doch durch die Kombination aus Protein und Gemüse sind die Mahlzeiten durchaus sättigend. Erlaubt sind zum Beispiel 250 Gramm magere und eiweißreiche Lebensmittel, wie etwa Fisch, Eier, Quark, Tofu, Geflügel oder Fleisch. Ergänzt werden diese mit 500 Gramm Gemüse. Lediglich auf Kohlenhydrate sollte an den Fastentagen verzichtet werden, so dass Kartoffeln, Nudeln, Brot, Gebäck, Süßigkeiten, Zucker und Alkohol tabu sind. Als Getränke kommen kalorienarme Varianten, wie Tee, Wasser und Kaffee in Betracht.

 

Snacks zwischen den Mahlzeiten gibt es an den Fastentagen nicht. Dadurch soll der Körper wieder die Balance zwischen Sättigung und Genuss fühlen. Durch diese Strenge könnten laut Experten die Heißhungerattacken auch generell bekämpft werden. Allerdings dürfen sich die Nutzer der Diät frei entscheiden, ob sie die 500 bis 600 Kalorien in einer oder mehreren Mahlzeiten zu sich nehmen.

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Montag, 03. März 2014 um 06:24 Uhr in Gesund leben & ernähren | 1891 Aufrufe

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