Immer wieder muss ich schmunzeln, wenn ich höre, unter welchen neuen Überschriften und Titulierungen Übungen aus dem Hatha-Yoga angepriesen werden.  Als körperbezogener Übungsweg hat sich HATHA-Yoga im Norden Indiens unter dem Einfluss des körper- und frauenfreundlicheren Tantrismus entwickelt (siehe “Geschichte des Yoga”). Heute üben sogar Fußballmannschaften Yoga, Krankenkassen beteiligen sich an den Kurskosten, Yoga ist in unsere Kultur integriert wie kaum eine andere aus der Ferne zu uns gekommene Übungsweise. Und nun also das Bauchyoga-Programm bei BRIGITTE.

Dabei handelt es sich um eine sinnvoll aufgebaute Übungsreihe mit klassischen Yoga-Übungen:  vom Aufwärmen über den Bogenschützen,  die Katze,  die Heuschrecke  und der Drehübung  bis hin zur Meditation, Entspannung und Selbstmassage. Alle Übungen werden ausfürlich beschrieben und in Bildern gezeigt - auch die jeweiligen Wirkungen finden Erwähnung - und natürlich nützen diese Übungen nicht bloß dem Bauch!

Wer noch nie Yoga gelernt hat, sei jedoch gewarnt, ganz auf eigene Faust loszulegen: ich hab’ das zweimal versucht, BEVOR ich meinen Yogalehrer fand, bei dem ich dann 12 Jahre geblieben bin. Und es stimmt, wovor immer wieder gewarnt wird: Wenn man es alleine nach Buch versucht, schleichen sich unbemerkt bestimmte Fehlhaltungen und falsche Übungsweisen ein, die die positiven Wirkungen einer Übung komplett beseitigen und gar ins Gegenteil verkehren können.  Also lieber erstmal einen Einsteiger-Kurs machen und gute Fundamente legen - das zahlt sich später doppelt und dreifach aus!

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Samstag, 21. Oktober 2006 um 09:56 Uhr in Prävention | 4915 Aufrufe

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Kommentare:

Hier ein kleines Infoblatt zum Thema Bauchwandstärke und Atmung bzw. Asthma:

“Asthma in einem neuen Licht gesehen.

Eine traditionelle japanische Atemlehre

Medizinsendungen im Fernsehen warnen uns vor dem Pollen, der heuer nicht nur besonders stark ausfallen sondern auch mit fremden gefährlichen Sorten angereichert sein soll. Pollen-Kurzatmigkeit soll einen Verdacht auf Asthma mit drohender lebenslanger Abhängigkeit von Medikamenten bedeuten.  Die Frühlingsluft soll plötzlich zur allgemeinen Bedrohung werden.

Der Grund für diesen Pessimismus ist, daß Atemübungen wie vor allem die Lippenbremse gegen Anfälle viel weniger wirkungsvoll sind als Medikamente.  Diese Annahme läßt aber japanische Atemtechniken außer Betracht, denen ein hier so gut wie unbekanntes Wirkprinzip zugrunde liegt.

Laut diesem Prinzip hängt die Funktion der Lunge, also die Freiheit von Atemnot, vom Druck im Bauchraum ab.

Versuchen Sie nun mal als kleines Experiment mit entspannten Muskeln der Bauchwand zu atmen.  Sie sehen schnell, daß die Atmung zu flach wird.  Zum Durchatmen müssen sie die Muskeln anspannen. Diese Tatsache ist aber so gut wie unbekannt in Europa. Sie wird zumindest nicht als Ansatz für heilende Atemtechniken verstanden. Auch ist es bekannt, daß Asthmatiker zur Steigerung des Drucks im Bauch in Anfällen aufsitzen, aber diese Tatsache hat nicht zu Übungen geführt.

Man sagt zwar, die Schwierigkeit des Asthmatikers liegt bei Ausatmen, da sein Brustkorb zu groß wirkt, und nicht beim Einatmen.  Er benutzt aber den Spray zum besseren einatmen und auch die moderne Forschung bestätigt die fehlerhafte Einatmung als Schlüsselsymptom von Asthma.

Die Perspektive der Verschlechterung der Atmung bei zu wenig Druck im Bauchraum und ihrer Verbesserung durch Druck zeigt uns, ganz anders als die Lippenbremse, einen möglichen Weg zur Korrektur der Atmung zur Heilung der Atemnot.

Wenn also die Atemnot auftritt oder wenn es in der Brust pfeift (sogenanntes Giemen), soll man die Bauchwand, die man mit der Hand abtastet, anspannen und eine Verbesserung der Atmung wahrnehmen, obwohl natürlich die Anstrengung mit den Muskeln etwas irritiert.

Weil die traditionelle japanische Atemmethode mit Betonung des Drucks im Bauchraum einen guten Ruf genießt, können wir Asthma sogar zuweilen als nützliches Warnsignal ansehen, das eine Förderung der Gesundheit bedeutet.  Es kommt also auf ein vertieftes Verständnis der Natur an.

Die Medizin lobt die Kortisonsprays, die eine Entzündung der Atemwege als mögliche Asthmaursache bekämpfen.  Wenn diese Sprays die Atemwege abschwellen lassen, wird die Atmung freier, was eigentlich kein Indiz für den Wert dieser Behandlung sein muß.  Wenn nämlich die Lunge durch falsche Belüftung durch unzureichende Druck im Bauchraum beeinträchtigt wird, dann ist so wahrscheinlich, daß eine Entzündung zustande kommt.

Für die Beschreibung der Methode und für den Beleg, daß sie sich seit Jahren und sogar seit Jahrhunderten in Japan bewährt hat, siehe das im populären Stil geschriebene Buch „Die Kraft strahlender Gesundheit“ von Dr. Nobuo Shioya http://tinyurl.com/4joz7o 

Für jemanden, der wegen Asthma oder Bronchitis behandeln wird, wäre also eine Auseinandersetzung mit der japanischen Methode und eine Verringerung des Medikamentenkonsums unter ärztlicher Anleitung sehr zu empfehlen, weil die Medikamente zur Erweiterung der Atemwege einen Teil des natürlichen Mechanismus, nämlich den Druck im Bauchraum, behindern und schwächen.

Für den Inhalt verantwortlich: Richard Friedel, 82319 Starnberg, Mühlbergstraße 3, 08151 744409”

Richard Friedel am Freitag, 18. April 2008 um 14:43 Uhr


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