Auch wenn man sich allseits besinnliche und friedliche Weihnachten wünscht, so wird die Vorweihnachtszeit doch für die allermeisten Menschen zum Stresstest. Geschenke einkaufen und verpacken, für das perfekte Festtagsmahl sorgen, den schönsten Baum finden und schmücken – besinnlich ist das alles nicht.

Daher kommt gerade in so stressigen Akutphasen gerne die eine oder andere beruhigende Pille zum Einsatz. Dennoch kann man statt auf Chemie genauso gut auf pflanzliche Alternativen, wie zum Beispiel Baldrian setzen. Die in Europa, Asien, Afrika und Amerika weit verbreitete Pflanze gehört zu den traditionellen Heilpflanzen.

Baldrian seit langem bekannt

Bereits im Altertum kannte man die Wirkungen von Baldrian und auch Hildegard von Bingen wusste um dessen Bedeutung. Bis heute ist das Wurzelkraut ein fester Bestandteil in der Naturheilkunde. Der große Vorteil: Baldrian ist recht anspruchslos, gedeiht auf fast jedem Boden, freut sich über Sonne, aber auch über Halbschatten. Hierzulande findet sich Baldrian vor allem in Ufergebüschen und Schluchten, an Fluss- und Bachniederungen, sowie auf feuchten Wiesen und an Waldrändern. Gesammelt wird er übrigens zwischen September und Oktober.

Verwendet wird vor allem der Arznei-Baldrian. Die mehrjährige, krautige Pflanze hat sehr vielfältige medizinische Einsatzmöglichkeiten. Die Blüten verbreiten einen sanften, zarten Duft. Sie erscheinen zwischen Mai und Juli. Verantwortlich für die vielfältigen Wirkungen von Baldrian ist das enthaltene ätherische Öl. Darüber hinaus sind Gerbsäure, Alkaloide, Valepotriate und Polysaccharide enthalten. In der Naturheilkunde verwendet man vorwiegend die Wurzeln und Wurzelstöcke.

Baldrian wirkt beruhigend

Besonders bekannt ist Baldrian für seine beruhigende Wirkung. Dabei betäubt er nicht und setzt auch die Leistungsfähigkeit nicht herab. Stattdessen sorgt er für mehr Ausgeglichenheit tagsüber und Entspannung in der Nacht. Neben generell stressigen Zeiten findet Baldrian auch Einsatz bei Prüfungsängsten und Co.

Gleichzeitig wirkt das Kraut wohltuend und entspannend auf die Nervenbahnen der inneren Organe. Sogar Magenkrämpfe sollen dank Baldrian gelindert werden. Ebenfalls setzt man das Kraut bei Wechseljahrsbeschwerden ein. Hinzu kommt die Verwendung als natürliche Einschlafhilfe bei nervös bedingten Einschlafstörungen.

Baldrian kann dabei sowohl pur als auch in Kombination mit anderen pflanzlichen Extrakten verwendet werden. Dennoch wird von einer Langzeitanwendung abgeraten, da eine gewisse Suchtgefahr besteht. Neben klassischen Dragees kann auch ein Baldriantee verwendet werden, der als besonders wirksam gilt.

 

# Link | Britta Lutz | Dieser Artikel erschien am Donnerstag, 23. Dezember 2021 um 13:45 Uhr in Gesund leben & ernähren | 178 Aufrufe

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