Tai Chi (bzw. Taijiquan), das meditative Bewegungstraining aus China, wird heute auch bei uns im Westen vielerorts als Workshop oder Kurs angeboten.  Ursprünglich handelte es sich um eine Kampfkunst, was im manchmal noch verwendeten Namen “Schattenboxen” anklingt. In vereinfachter Form ist es im heutigen China Volkssport, bei uns wird es als eine Art Gymnastik gelehrt, die einerseits der Gesundheit sehr förderlich ist, andererseits der Persönlichkeitsentwicklung und der Meditation dient.
Der Kampfkunstaspekt des Taijiquan tritt damit weitgehend in den Hintergrund, zumindest im hierzulande hauptsächlich geübten Yang-Stil. Dabei geht es nicht um rohe Kraftausübung, sondern ein besonderes feines und graziles Bewegungstraining, das die Lebenskraft Chi harmonisiert, die im Verständnis der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) durch die Körpermeridiane fließt und Körper und Geist gesund hält.

“Rohe Kraft” ist auch in einem anderen, noch weniger verbreiteten Stil des Taijiquan nicht Sinn der Sache: Im älteren und insgesamt dynamischeren Chen-Stil  wird ein Wechselspiel von weichen, fließenden Bewegungen und schnellen, explosiven Techniken gelehrt. Neben der wohltuenden Wirkung auf die Gesundheit ist der Chen-Stil noch immer eine hochentwickelte Kampfkunst. Die traditionellen Formen beinhalten eine Vielzahl verborgener Selbstverteidigungstechniken, die erst durch die Anleitung eines erfahrenen Lehrers ersichtlich werden.

Wer vor der Wahl steht, sich für einen Stil entscheiden zu sollen, kann sich auf Youtube eine Demonstration des Chen-Stils ansehen - und im Vergleich dazu den “softeren” Yang-Stil.

# Link | Christiane Bach | Dieser Artikel erschien am Montag, 21. Januar 2008 um 10:29 Uhr in Gesund leben & ernähren | 3164 Aufrufe

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